Lokalmatador landet auf Platz 4

Die lange Nacht von Reichenbach ist geschafft. 43 Einzelläufer und zwei Staffeln traten an. Tobias Lundgren und Antje Müller siegten.

Reichenbach.

Lokalmatador Jens Walther vom LAV Reichenbach hat Grund zur Freude, auch wenn er bei der 29. Auflage des 24-Stunden-Laufs von Samstag auf Sonntag im Stadion am Wasserturm in Reichenbach die 200 Kilometer nicht erreicht hat, die er sich als Ziel gesteckt hatte. Der 45-jährige Baumaschinenführer wurde mit 163 Kilometern Gesamt-Vierter und hat in der Altersklasse M 45 gewonnen.

"Mir war es wichtig, das Rennen ordentlich zu beenden, schon allein wegen des Mentalen. Ich habe mein Bestes gegeben. Mehr war diesmal einfach nicht drin", resümierte er. Sein nächstes Ziel? "Eventuell werde ich die Deutsche Meisterschaft im 24-Stunden-Lauf am 1./2. September in Gotha in Angriff nehmen", erzählt Walther.

Insgesamt waren 43 Einzelläufer und zwei Staffeln mit je vier Aktiven dabei. Bei den Teams allerdings ohne vogtländische Beteiligung.

Gewonnen hat den 24-Stunden-Lauf Tobias Lundgren aus Amsterdam mit 204,9 Kilometern vor Maik Oelsner von den Wanderfreunden Schönfels, der es auf 179 Kilometer brachte. Dritter wurde Andreas Gäbler vom LC Auensee Leipzig mit 166 Kilometern.

In der weiblichen Konkurrenz setzte sich Antje Müller vom LFV Oberholz an die Spitze. Sie hatte die WM-Norm für kommendes Jahr im Visier. Nach dem Zieleinlauf meinte die 47-jährige: "Ehrlich, ich bin froh, dass es vorbei ist. Die Sonne hat mich ganz schön mitgenommen. Leider habe ich nicht das, was ich wollte, nämlich die 205 Kilometer, geschafft." Dennoch ist die Läuferin aus Rötha bei Leipzig nicht unzufrieden: 202,6 Kilometer standen für sie zu Buche. Zweite wurde Gisela Horn von Rot-Weiß Werdau mit 126,3 Kilometern. Und über Bronze in der Gesamtwertung freute sich Kathrin Kosche von der LG Vogtland, die 124,1 Kilometer schaffte. "Das Wichtigste ist das Durchkommen", erklärte die 51-jährige Auerbacherin, die 100 Kilometer angepeilt hatte. Kosche: "Die Hitze hat mir ganz schön zu schaffen gemacht, doch zum Schluss habe ich das Ziel erreicht und das zählt." Hinter ihr reihte sich Ines Nowak vom BSV Elsterberg mit 119,9 gelaufenen Kilometern ein. Die 53-jährige aus Kottengrün, die auch schon Erfahrung in der Staffel gesammelt hat, sagte: "Im Einzel ist es angenehmer, weil man selbst entscheiden kann, wie man läuft. Man kann sich den Lauf einteilen, wie man es für richtig hält."

Constanze Ast war mit ihrem 20 Mann starken Team für die Versorgung der Sportler zuständig. Die Zahlen hat sie genau im Kopf: Unter anderem seien 15 kg Bananen, 20 kg Kartoffeln, 5 kg Äpfel und 120 Stück Kuchen verputzt worden. Getrunken wurden 60 Liter Apfelsaftschorle, 50 Liter isotonische Getränke und 70 Liter Cola. In der Nacht halfen zudem Gummibärchen und Schokolade als "kleines Doping".


"Das Wetter hat gepasst"

Der 29. 24-Stunden-Lauf ist Geschichte. Ralf Wendland sprach mit Organisationschef Stephan Werner (61), selbstständiger Werbetechniker.

Wie fällt Ihr Fazit für den 24-Stunden-Lauf aus?

Positiv. Es ist alles zufriedenstellend verlaufen. Der Ablauf hat gepasst. Das Wetter hat gepasst. Es hätten sicher ein paar Läufer mehr sein können, aber das ist so und wir können es nicht beeinflussen.

Gab es schon einmal eine solche Hitze beim 24-Stunden-Lauf?

Ach, es gab es noch schlimmere Jahre. da hatten wir am Start 35 Grad; und direkt auf der Bahn haben wir über 50 Grad gemessen. So extrem war es diesmal nicht. Die Sportler sind erfahren und wissen, was sie sich zumuten können.

Gibt es schon Pläne, wie die 30. Veranstaltung im kommenden Jahr aussehen wird?

Ja, Ideen gibt es. Wir wollen manche Dinge etwas anders angehen und auch die Werbung verstärken. Wir überlegen, auch etwas für die Zuschauer anzubieten. Zudem haben wir uns beworben für den DUV-Cup. Dazu zählen mehrere Ultra-Läufe. Wenn es gelingt, dort aufgenommen zu werden, erhoffen wir uns rund 20 Teilnehmer mehr, die allein wegen der Cup-Wertung antreten.

Für Sie ist es dann der zehnte Lauf als Organisationschef?

Stimmt. Die Vorbereitungen starten in der Regel ein Jahr zuvor, im Oktober. Es muss ein Termin festgelegt werden, und die Flyer werden gestaltet und ausgelegt. Richtig los geht es dann im März, und hektisch wird es in den letzten Wochen vor dem Lauf.

Service: Alle Ergebnisse im Detail gibt es im Internet unter:

www.24-stundenlauf.de

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