Markneukirchen auch von Berlin nicht zu stoppen

Ringen, Regionalliga Mitteldeutschland: AV Germania gewinnt letzten Kampf der Hinrunde bei Luftfahrt 26:7

Berlin.

Einen klaren Auswärtserfolg haben die Ringer von Tabellenführer AV Germania Markneukirchen im letzten Hinrundenkampftag der Regionalliga Mitteldeutschland eingefahren. 26:7 siegten sie am Samstagabend beim SV Luftfahrt Berlin. Dabei traten die Obervogtländer ohne ausländische Verstärkung - also mit durchweg deutscher Besetzung an.

Das leichteste Limit bis 57 Kilogramm im Freistil hatte Germania erneut nicht besetzt und gab damit vier Mannschaftspunkte schon an der Waage ab. Doch die glich Schwergewichtler Franz Richter postwendend aus. Richter, der sich schon auf dem Sprung zu den U-23-Weltmeisterschaften befindet, die am 28. Oktober in Budapest beginnen, punktete Marvin Krüger in 2:26 Minuten im Bodenkampf mit 17:0 aus.

Kämpferisch konnte René Roth in seinem wohl letzten offiziellen Kampf für den AV Germania mit dem Ungarn Ferenc Kecskemeti durchaus gut mithalten, doch die Punkte machte der Ringer vom SVLuftfahrt, der den Kampf 12:1 für sich entschied. Roth ließ zumindest nur ein 0:3 zu und verhinderte damit einen vorzeitigen Sieg des Ungarn.

Doch das war es dann auch für die Hauptstädter. Lukasz Dublinowski, vor fünf Jahren noch für den SVLuftfahrt aktiv, bezwang Mehmed Sari vorzeitig 15:0, während Roman Walter erst gar nicht schwitzen musste, da Berlin in dessen Limit keinen Gegner zur Verfügung hatte.

Alle fünf Begegnungen der zweiten Hälfte des Kampfabends gingen an den Tabellenführer aus dem oberen Vogtland, der nach dem Pausentee ordentlich durchstartete. Der ins Mittelgewicht aufgerückte Sejran Simonyan schulterte den keineswegs schlechten Simon Papsdorf nach nicht einmal zwei Minuten. Marco Stoll punktete Niklas Kaltenborn in 84 Sekunden Kampfzeit 15:0 aus. Genau zwei Minuten benötigte William Stier gegen Christian Schneider zur 15-Punkte-Differenz, die zum Abbruchsieg durch technische Überlegenheit führte.

Beim 24:7 war die Frage nach dem Gesamtsieg längst geklärt, dennoch fighteten die beiden Weltergewichtler der Berliner noch einmal um jeden einzelnen Punkt. Justin Müller zwang Doa Küksar dennoch mit 6:5 Punkten in die Schranken. Maximilian Simon, der ebenfalls um eine Kategorie nach oben kletterte, gewann mit 2:1 Wertungspunkten gegen Tim Knobloch. Damit stellten die beiden Germania-Ringer den 26:7-Gesamtsieg her. Markneukirchen bleibt damit ungeschlagen und hat die Herbstmeisterschaft in trockenen Tüchern.

Mit 18:0 Punkten führt Germania vor dem RV Thalheim (14:4), der knapp 14:12 bei der WKG Pausa-Plauen siegte. Auf Platz 3 folgt mit 13:5 die Kampfgemeinschaft Frankfurt (Oder)/Eisenhüttenstadt, die den 1. Luckenwalder SV 15:13 bezwang. Es folgen der RSK Gelenau und der KFC Leipzig mit je 10:8. Sie hatten sich in Leipzig gegenübergestanden, wobei der KFC knapp 16:15 die Oberhand behielt. Pausa/Plauen folgt mit 9:9 Punkten auf Platz 6 vor Luckenwalde mit 8:10. Germania Potsdam und Luftfahrt Berlin stehen mit je 4:14 Zählern auf den Plätzen 8 und 9, während der RV Eichenkranz Lugau punktlos mit 0:18 das Tabellenende ziert. Am Samstag hatte Lugau in Potsdam 16:23 verloren.

Am Wochenende geht es mit den ersten Kämpfen der Rückrunde weiter. Dabei wechselt die Stilart in jeder der zehn Gewichtsklassen. Markneukirchen muss am Samstag, 19.30 Uhr beim 1. Luckenwalder SC antreten. Den Hinkampf hatte Germania 24:4 gewonnen. (rjö)

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