Meinholds Schmetterball lässt die Halle toben

Volleyball-Regionalliga: VSV Oelsnitz besiegt GSVE Delitzsch II 3:2

Oelsnitz.

Fast jeder der 150 Zuschauer - mehr durften nach Corona-Auflagen nicht in die Halle - ging begeistert nach Hause: In einer spektakulären Begegnung hat der VSV Oelsnitz das erste Regionalligaheimspiel seit Anfang Februar mit 3:2 (23:25, 25:20, 22:25, 25:23, 19:17) gewonnen und sorgte so für die erste Saisonniederlage der Gäste vom GSVE Delitzsch II. Damit rückt der VSV auf Platz 8.

Nach einjähriger Verletzungspause stand Sascha Singer bei den Gastgebern erstmals wieder auf dem Parkett und wurde ohne vorheriges Training gleich in die Schlacht geworfen. "Ich wollte eigentlich nur kurz probieren, ob es wieder geht", lachte Singer. "Dass ich so viel spielen muss, hat mich selbst überrascht. Aber es war einfach überwältigend, wieder vor Zuschauern aufzulaufen. Und dann noch in solch einem spannenden Match. Es gibt für mich nichts Besseres, als vor diesem Publikum zu spielen."

Zweimal holte Oelsnitz im ersten Satz einen Rückstand auf, doch am Ende stand ein 25:23 für Delitzsch. Im zweiten Durchgang erarbeitete sich der VSV nach einem 8:8 eine Führung, die er ausbaute und mit einem 25:20 den 1:1-Ausgleich herstellte. Oelsnitz hielt den dritten Abschnitt bis zum 9:9 offen. Danach legte Delitzsch vor und schien beim Stand von 17:21 fast schon durch. Doch Oelsnitz wehrte sich und die Halle stand Kopf, als Singer einen Ball noch hinter dem Kampfrichtertisch hervorschaufelte und der VSV daraus einen Punkt zum 22:22 erzielte. Doch dann gelang den Hausherren nichts mehr, mit 25:22 ging der Satz an die Gäste.

Mit einem 4:0 starteten die Oelsnitzer in den vierten Satz und sahen beim 15:8 wie der der Sieger aus. Doch nun punkteten die Delitzscher acht Mal in Folge, lagen dann sogar 19:16 vorn. Dann erwachte der Oelsnitzer Kampfgeist und auch das Publikum lief zur Höchstform auf. Die Halle tobte, als Niclas Meinhold den Ball zum 25:23-Satzerfolg und 2:2-Gesamtstand versenkte. Nun musste der Tiebreak entscheiden, das Geschehen wogte hin und her. Bei einer Oelsnitzer 18:17-Führung war es Jonas Krug, der den Ball mit einem Block zum entscheidenden 19:17 für den VSV versenkte.

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