Mit Tempo und Kondition zum Erfolg

Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat sich der SV Concordia Plauen auf den 2. Platz der Fußball-Vogtlandklasse vorgearbeitet und somit den Aufstieg in die höchste vogtländische Liga geschafft. Dort soll ein Mix aus jungen Spielern und Routiniers für ein stabiles Fundament sorgen.

Plauen.

Das Ziel war klar. Als Rico Seifert nach zwei Jahren Pause das Traineramt beim SV Concordia Plauen in der Vogtlandklasse im letzten Sommer wieder übernahm, wollte man schnell erfolgreichen Fußball spielen. Das funktionierte. Der Lohn ist nun nach der abgebrochenen Saison der Aufstieg in die Vogtlandliga. Dort will der Plauener Verein aus der Südvorstadt für Furore sorgen und sich keineswegs verstecken.

Die Saison in der Vogtlandklasse sollte holprig starten. Mit einer 2:4-Niederlage gegen Heinsdorfergrund sorgten die Mannen um Trainer Rico Seifert für eine kleine Überraschung. Doch schnell entwickelte sich eine Mannschaft, die zum Favoriten avancierte. Das unterstreicht auch das Ergebnis vom 4. Spieltag, als die Concordia mit einer Notelf den späteren souveränen Tabellenersten SpVgg Neumark mit 4:1 in die Knie zwang. Es sollte bis zum Corona-Abbruch die einzige Niederlage für die Neumarker bleiben, die lediglich 14 Gegentore in 13 Spielen zuließen. Schon vor der Saison wusste Seifert, dass die Qualität für einen Aufstiegskampf in seiner Mannschaft auf alle Fälle vorhanden war. "Das Team wurde im Sommer mit jungen Spielern aufgefüllt. Von Anfang an wurde von mir, aber auch in der Mannschaft, klar kommuniziert, dass das Ziel Aufstieg heißt", erklärt Seifert. Der erste richtige Test und zudem auch Wink für die Zukunft war die erste Runde im Vogtlandpokal gegen den SC Syrau. "Da haben wir erst in der Verlängerung verloren, haben aber auch gesehen, dass wir auf diesem Niveau mithalten könnten", so Seifert.

Nach der Niederlage gegen den VFC Adorf und einem Unentschieden gegen die SG Stahlbau Plauen war der SV Concordia erst einmal am Tiefpunkt angelangt. Den Schlüssel zum Erfolg sieht Seifert aber in anderen Spielen. "Gegen die vermeintlichen Underdogs wie Wildenau oder Plauen Nord hatte ich Bauchschmerzen. Aber diese Spiele haben wir in überzeugender Manier für uns entschieden. Das waren die Bausteine, die uns hochgebracht haben", berichtet der Concordia-Trainer.

Bis zur Winterpause ging es eng zu, wobei die Plauener nur selten auf einem Aufstiegsplatz zu finden waren. Erst die Siege im rassigen Duell mit Merkur Oelsnitz II und der zum Rückrundenauftakt gegen Heinsdorfergrund hievten Concordia auf Platz 2.

Nach der Winterpause war das Ziel klar. "So schnell wie möglich alles klarmachen und in der Liga vornweg gehen", so Seifert. Gern hätte er auch noch die Spielvereinigung aus Neumark eingeholt, doch Corona bremste die Plauener Siegeslust. "So ein Lauf, wie ihn Neumark hatte, mit nur einer Niederlage, war eigentlich vor der Saison nicht abzusehen, verlangt mir aber größten Respekt ab. Das war schon stark", erklärt der Trainer. Der ist sich zudem sicher, dass sein Team den Aufstiegsplatz ohne Coronapause nicht mehr hergegeben hätte. Rico Seifert sieht auch die mentale Stärke seiner Mannschaft als Schlüssel zum Erfolg. "Es gab viele Spiele, in denen wir 0:1 hinten lagen. Das hat sich wie ein roter Faden durch die Saison gezogen. Aber dennoch haben wir diese Spiele gewonnen und stehen verdient auf dem 2. Platz."

Ein Abbruch der Saison ohne Wertung wäre für den ganzen SV Concordia Plauen ein Horror gewesen. Das Ziel mit Platz 2 war erreicht und nun wollte man auch die Belohnung dafür haben. Als dann der Aufstieg auch vom Vogtländischen Fußball-Verband bestätigt wurde, fiel von Seifert eine große Last ab. "Meiner Meinung nach ist die endgültige Lösung für alle Beteiligten zufriedenstellend. Natürlich habe ich mich auch in die Dritt- und Viertplatzierten reinversetzt. Aber fünf Punkte aufzuholen, wäre schon ein Brett gewesen, zumal ich nicht denke, dass meine Mannschaft noch einmal eingebrochen wäre" so Seifert.

Schlussendlich kann man beim SV Concordia Plauen voll und ganz zufrieden sein mit der abgelaufenen Saison. Die 1. und 2. Männermannschaft sind aufgestiegen. "Die jungen Spieler haben in der vergangenen Spielzeit schon einen Sprung gemacht. Dazu kommen nun noch zwei weitere A-Jugend-Spieler, die wir schnellstmöglich im Männerbereich etablieren wollen. Einen Zugang haben wir bereits fest", so Seifert. Damit möchte der SV Concordia in die Vogtlandliga starten. "Wir sind generell jung aufgestellt. Deswegen wollen wir auch mit Tempo und Kondition die Sache angehen. Die Grundtugenden sollen uns helfen, in der Liga zu bestehen", sagt Rico Seifert.

Der Kader der Südvorstädter setzt sich aus vielen jungen hungrigen Spielern und gestandenen Routiniers wie David Eichhorn, Stefan Ehlig und Robby Militzer zusammen und bildet damit eine gesunde Mischung. "Wir werden uns ordentlich vorbereiten und als Trainer werde ich das Ziel Platz 8 bis 11 ausgeben", so Rico Seifert, der erklärt, auf der sicheren Seite sein zu wollen, da noch nicht feststeht, wie viele Absteiger es in der kommenden Vogtlandligasaison geben wird.

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