Oberlosa erwartet volles Haus

Der Tabellendritte empfängt zum Spitzenspiel der Mitteldeutschen Handball-Oberliga den Fünften HSG Freiberg. Einheit Plauen möchte auswärts an den Erfolg der Vorwoche anknüpfen.

SV 04 Oberlosa - HSG Freiberg. "Wir werden in die Aufstiegsspiele gehen. Aber dazu müssten wir Erster werden. Und wir sind gut beraten, erst einmal an unserem Saisonziel festzuhalten", sagt Cheftrainer Petr Hazl. Der will in der Handball-Oberliga mit dem SV 04 Oberlosa mindestens Dritter werden. Deshalb wollen die Plauener morgen, ab 19Uhr gegen die HSG Freiberg einen Sieg einfahren. "Wie schwer es ist, überhaupt ein Spiel zu gewinnen, sieht man an der Tatsache, dass wir beim Vorletzten in Zwickau unentschieden gespielt haben", warnt Hazl. Seinen Vertrag hat er bis 2021 verlängert. Oberlosa steht für den langen Atem. SV-Abteilungsleiter Rico Michel weiß: "Mit der HSG Freiberg gastiert das letzte Urgestein der Mitteldeutschen Oberliga in Plauen. Seit dem Abstieg des SVHermsdorf und des HV Rot-Weiß Staßfurt sind die Freiberger die einzige Mannschaft, die seit Gründung der Oberliga im Jahr 2010 dabei ist." Die Gäste um Trainer Jiri Tancos haben aus den jüngsten vier Partien 7:1 Punkte geholt. Dabei trotzte Freiberg sogar dem Tabellenführer HCBurgenland einen Zähler ab und brachte dem HC Elbflorenz II die einzige Niederlage bei. Bester Schütze der Freiberger ist Kapitän Eric Neumann mit 42 Toren. Ihm setzt Oberlosa die eigene Rekordserie von acht Spielen ohne Niederlage entgegen. Die Plauener zählen bislang 559Zuschauer im Schnitt und rechnen zum Spitzenspiel mit einem vollen Haus. In der Kurt-Helbig-Halle fordert Trainer Petr Hazl von seiner Mannschaft eine kompakte Defensive, schnelles Umschaltspiel und Geduld im Positionsangriff. Ausfallen werden neben Sebastian Duschek auch Marcus Peschke und Torsten Wetzel.

HC Aschersleben - HC Einheit Plauen. Der Erfolg am vergangenen Spieltag gegen den NHV Concordia Delitzsch war wichtig und dringend notwendig für den HC Einheit Plauen. Zwar stehen die Plauener immer noch am Ende der Tabelle, aber der Rückstand zu anderen Teams ist kleiner geworden. Überbewertet werden darf der Sieg nicht, denn die Plauener haben nach wie vor viele Baustellen. Morgen wartet mit dem HC Aschersleben ein Gegner mit ganz anderem Kaliber. "Der erste Sieg tat richtig gut. Wir haben endlich als Mannschaft funktioniert und bis zum Schluss konzentriert alles gegeben. Natürlich ist so ein Gefühl toll", beschreibt Kreisläufer Martin Danowski die Gefühlslage der Mannschaft nach dem ersten Saisonsieg. "Wenn wir so weitermachen, können wir bis Weihnachten sicherlich noch weitere Erfolge feiern", so Danowski. Doch Trainer Michel Wiesend dämpft die Euphorie etwas. Er kennt die Baustellen der Mannschaft und weiß, dass die Mannschaft in jedem Spiel an ihre Leistungsgrenze und darüber hinaus gehen muss, um erfolgreich zu sein. "Unsere personelle Lage ist weiterhin angespannt. Wer genau hingesehen hat, konnte erkennen, dass auch gegen Delitzsch nicht alles rund lief. Mit Aschersleben erwarte ich einen Gegner, der unsere Fehler konsequenter nutzen wird", so der Einheit-Coach. Gegen Aschersleben, das aktuell mit 10:6 Punkten auf Platz 4 der Mitteldeutschen Oberliga steht, muss Einheit an die Leistung vom Delitzsch-Spiel anknüpfen. Deutlich stabilisiert hat sich die Abwehr der Plauener. "Mit Jan Richter, Peter Werning und Franz Zobirei sind drei sehr erfahrene und körperlich robuste Spieler in den Kader zurückgekehrt, die es uns ermöglichen in der Abwehr flexibler zu agieren", erklärt Trainer Michel Wiesend. Ob alle Drei auch wieder in Aschersleben dabei sind, steht noch nicht fest.

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