Oelsnitz sagt sportlich Lebewohl

Mit einem Spiel gegen den Fußball-Oberligisten VFC Plauen hat sich der SV Merkur von zwei prägenden Persönlichkeiten der vergangenen Jahre verabschiedet. Der Zweiklassenunterschied fiel selten ins Auge.

Oelsnitz.

Fußball-Oberligist VFC Plauen hat am Dienstagabend ein Freundschaftsspiel beim Landesklasse-Vertreter SV Merkur Oelsnitz 4:2 (0:0) gewonnen. Vor 225 Zuschauern verabschiedete Merkur vor der Partie Trainer Jens Starke und Spieler André Zenner. VFC-Trainer Falk Schindler fasste die Begegnung nach dem Abpfiff treffend zusammen: "Ein schönes, faires Spiel, sehenswert für die Zuschauer. Dafür sind wir gerne hergekommen. Klar, wir müssen uns natürlich steigern, aber ich will das Ganze auch nicht überbewerten."

Tatsächlich blitzte der Zweiklassenunterschied nicht so oft auf wie gedacht, Oelsnitz hielt die Begegnung fast komplett offen. Hälfte 1 war torlos geblieben. Vor allem, weil Merkurs Baumann einen Ball von Plauens Albustin noch klärte, als Keeper Thoß bereits geschlagen war (26.). Da der Oelsnitzer Schlussmann in der Folge gegen Nyber (32.) und Andreopoulos (42.) glänzte, blieb es beim torlosen Remis nach 45 Minuten.

Unter Flutlicht fielen dann Tore. Plauen ging durch einen Kopfball von Albustin in Führung, wobei der zwischen die Merkur-Pfosten gerückte Zugang Lohse nicht gerade glücklich aussah. Oelsnitz hatte die passende Antwort parat: Oehm stellte 60 Sekunden später mit einem unhaltbaren Volleykracher den Ausgleich her.

Dann glänzte auch Merkurs Keeper Lohse, luchste dem allein auf ihn zulaufenden Fatajo den Ball ab (63.). Erst 20 Minuten vor dem Ende ging der VFC wieder in Führung. Dartsch köpfte nach einem Eckball ein. Fatajo erhöhte aus einem Gewühl heraus wenig später auf 3:1 für die Gäste.

Und wieder schlug Merkur eine Minute später zurück. Auch bei Hofmanns Aktion führten ein Eckball und ein Kopfball zum Tor - 2:3. Danach hätte Merkel sogar das 3:3 machen können, sein Schuss stellte aber VFC-Schlussmann Seefeld vor keine großen Probleme (85.). Der letzte Treffer fiel wieder auf der anderen Seite: Walther versenkte bei der letzten Aktion einen Freistoß direkt zum 2:4-Endstand.

Merkurs neuer Trainer Robby Zimmermann war mit dem Auftritt seiner Mannschaft dennoch zufrieden: "Jetzt greift mittlerweile einiges, was wir eingeübt haben. Kämpferisch war das top. Uns fehlt ab und an noch der letzte genaue Pass. Wenn wir diese Leistung am Sonntag im Pokalspiel wieder abrufen, sind wir nicht chancenlos."

StatistikOelsnitz: Thoß - Persigehl, Ußfeller, Heydeck, Schreiner, Baumann, Oehm, Bobach, Stein, Hofmann, Schuch. Eingewechselt: Lohse, Verderber, Penzel, Günthel, Steinel, Merkel. Plauen: Cap - Grandner, Albustin, Bach, Sovago, Andreopoulos, Nyber, Walther, Fischer, Albert. Eingewechselt: Seefeld, Fischer, Limmer, Dartsch. Tore: 0:1 Albustin (55.), 1:1 Oehm (56.), 1:2 Dartsch (70), 1:3 Fatajo (80.), 2:3 Hofmann (81.), 2:4 Walther (90.). SR: Ordon (Heinrichsort). Zuschauer: 225

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