Oelsnitzer drehen im richtigen Moment auf

Einen ganz wichtigen 3:2-Sieg gegen Tabellennachbar Bad Düben haben die Regionalliga-Volleyballer des VSV gefeiert. Die Anspannung zwang selbst den Trainer in die Knie.

Oelsnitz.

Ihren ersten Sieg im Jahr 2020 haben die Regionalliga-Volleyballer des VSV Oelsnitz am Samstagabend gelandet. In einem packenden Match, in dem es um wichtige Punkte für den Klassenerhalt ging, kämpfte der Drittletzte Oelsnitz in eigener Halle den Vorletzten SV Bad Düben mit 3:2 Sätzen (26:28, 25:20, 25:12, 22:25, 15:13) nieder.

Nach einer Gedenkminute für den am Silvestermorgen gestorbenen früheren Vorsitzenden des VSVOelsnitz, Eckardt Scharf, regierte zunächst einmal die Nervosität. Bis zum Stand von 7:7 landeten gleich fünf Aufgaben (drei der Oelsnitzer, zwei der Gäste) im Netz oder im Aus. Ausgeglichen ging es weiter. Über 13:13 und 22:22 stand es 24:23 für die Vogtländer, die aber plötzlich flatterten, zwei Satzbälle vergaben und letztlich 26:28 unterlagen. Im zweiten Durchgang führte der VSV lange knapp, bevor er sich beim 17:13 erstmals einen größeren Vorsprung herausspielen konnte. Und wieder agierten die Oelsnitzer gegen Ende des Spielabschnitts nervös, verschlugen erneut zwei Satzbälle. Doch dann war es Routinier Jürgen Hanitzsch, der den Ball zum 25:20-Satzerfolg versenkte.

Nun lief es bei den Oelsnitzern besser, die sich auch von einer 3:0-Führung der Bad Dübener nicht irritieren ließen. Beim 6:5 übernahm der VSV die Führung und gab sie auch nicht wieder her. Im Gegenteil: Kontinuierlich bauten die Hausherren ihren Vorsprung aus, der Satzerfolg zur 2:1-Gesamtführung fiel mit 25:12 sehr deutlich aus.

Nun schien das Eis gebrochen, dachten zumindest viele der 245 Zuschauer. Aber es jubelte der ansehnliche und lautstarke Anhang der Bad Dübener, die fast den gesamten Satz über vorn lagen. Auch wenn Oelsnitz auf 21:22 herankam, ließ sich Bad Düben die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und erzwang mit dem 25:22 den 2:2-Ausgleich und damit den Tiebreak.

Der entscheidende Durchgang begann mit einem erneuten 3:0 der Gäste, die später beim 13:12-Vorsprung schon wie der Sieger aussahen. Doch im richtigen Moment drehten die Oelsnitzer noch einmal auf: Julian Schubert und Jonas Krug drehten den Spielstand in ein 14:13 für den VSV. Dann war es erneut Jonas Krug, der mit dem entscheidenden 15:13 für den 3:2-Sieg und Jubelfeiern in der Halle sorgte.

Dessen Vater und Trainer, Alexander Krug, ging erst einmal vor Erleichterung in die Knie, um dann zu analysieren: "Die Moral in der Mannschaft ist top, keine Frage. Aber wir haben leider sehr viele Fehler gemacht. So haben wir völlig unnötig den ersten Satz abgegeben. Allgemein hat mir bei meinen Spielern die Geduld gefehlt. Die Anspannung war groß, einige wollten einfach zuviel und waren zu verkrampft."

Oelsnitz: Becher, Meinhold, Claus, Schubert, J.Hanitzsch, Neuber, Böhm, J. Krug, Masur, Wagner

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