Oelsnitzer schaffen es als erste Vogtländer in die 2. Bundesliga

Ziel erreicht: Die Luftpistolen-Mannschaft der 1. Bürgerlichen Schützengilde hat das Aufstiegsturnier in Frankfurt/Oder gewonnen. Wie deutlich das gelang, überraschte die Sportschützen selbst.

Frankfurt an der Oder/Oelsnitz.

Die Bundesligen waren für die vogtländischen Schießsportler bislang weit weg. Das ändert sich nun: Ab Oktober misst sich die Mannschaft der 1. Bürgerlichen Schützengilde zu Oelsnitz in der 2. Bundesliga Ost mit den besten Luftpistolenschützen Berlins, Brandenburgs, Sachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringens. Acht Mannschaften gehören dieser Staffel an, an vier Wettkampftagen wird ab 8. Oktober um Ringe und Platzierungen gekämpft. Geschossen wird auf den großen Anlagen in Berlin und Frankfurt/Oder. Neben der Privilegierten Scheiben-Schützen-Gesellschaft Dresden sind die Oelsnitzer künftig die zweite sächsische Mannschaft in dieser illustren Umgebung. In der 1. Bundesliga dagegen bleiben mit Ausnahme des PSV Olympia Berlin die Vereine aus den alten Bundesländern unter sich.

Die Mannschaft der Schützengilde um den sportlichen Leiter Aron Fläschendräger hat in den vergangenen Jahren gezielt auf diese Herausforderung hingearbeitet. Zwei Jahre in Folge war sie Sieger der Landesliga Sachsen. Die vergangene Saison sah sie dabei noch als Lehrjahr an, auch das damalige Aufstiegsturnier zur 2. Bundesliga. Als Dritter hatte sie vor Jahresfrist den Sprung nach oben ohnehin verpasst.

Diesmal aber wollte sie es wissen. "Dazu mussten wir uns aber erst einmal das Okay des Vorstandes und der Vereinsmitglieder einholen, schließlich ist die Bundesliga auch finanziell eine Herausforderung", sagte Aron Fläschendräger der "Freien Presse". Kosten im vierstelligen Bereich kommen da auf die Oelsnitzer zu. Die zu stemmen, ist das eine, auch sportlich musste sich die Mannschaft der Gilde verstärken. Sie überzeugte einige der besten Sportschützen der weiteren Region von ihrem Konzept, die Mitglied bei den Oelsnitzern wurden und maßgeblichen Anteil am Aufstieg haben.

Wie es dann am Sonntag in Frankfurt im Vergleich mit den Landesligasiegern aus Berlin und Sachsen-Anhalt sowie dem Vorletzten der 2. Bundesliga lief, überraschte die Vogtländer dennoch. "Dass wir am Ende nicht nur als Aufsteiger sondern mit 3645 Ringen gar als Sieger dieses Turniers heimkehren konnten, hätten wir nicht erwartet. Wie hoch diese Leistung zu bewerten ist, zeigt allein der Abstand von satten 38 Ringen zum Zweitplatzierten, der Nord-Berliner Schützengemeinschaft", blickt Aron Fläschendräger stolz zurück. Die Berliner hatten als Vorletzter der abgelaufenen Saison gegen die Landesligameister in der Relegation um den Verbleib in der 2. Liga gekämpft. Als Dritter schaffte der Gröninger SV aus Sachsen-Anhalt mit 3595 Ringen den Aufstieg.

Jede Mannschaft hatte mit ihren fünf Schützen in zwei Durchgängen je eine Serie von 40 Schuss abzugeben, die zu einem Gesamtergebnis addiert wurden. Auch die besten Einzelergebnisse gingen auf das Konto der Oelsnitzer Schützen: Anneliese Falkenberg brachte es auf 375 Ringe, Agnes Völker auf 374. Anteil an dem Aufstieg hat aber nicht nur das Quintett von Frankfurt. "Einen großen Dank richten wir auch an die Schützen, die mit uns in der Landesliga starteten und die Teilnahme an der Aufstiegsrunde erst ermöglicht haben: Bernd Richter, Steffen Wolf, Jürgen Barth und Dirk Löffler", zählt Fläschendräger auf.

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