Oelsnitzer Volleyballteam setzt noch stärker auf die Jugend

Regionalligist VSV erntet die Früchte seiner Nachwuchsarbeit. Die neue Saison beginnt verspätet - aber dann gleich gegen den amtierenden Meister.

Oelsnitz.

Der Verjüngungsprozess bei den Regionalliga-Volleyballern des VSV Oelsnitz geht weiter. Die gute Nachwuchsarbeit im Verein trägt dabei Früchte. Zur traditionellen Saisonpräsentation stellte Trainer Alexander Krug eine vom Alter her kerngesund durchmischte Mannschaft vor. Der Vizemeister des Vorjahres will wieder vorne mitspielen und mindestens Vierter werden. "Die Liga ist in der Spitze sehr ausgeglichen. Deshalb wird es sehr spannend", vermutet der Coach.

13 Spieler stehen Alexander Krug zur Verfügung. Die werden angeführt von Kapitän Tim Neuber (30Jahre). "Wir wollen in erster Linie unsere fünf jungen Leute weiter in der ersten und zweiten Mannschaft integrieren", kündigt der zugleich als Sportlicher Leiter fungierende Trainer an. Dass es dadurch vielleicht sogar Niederlagen geben kann, nimmt man in Kauf.

Am Beispiel von Niclas Meinhold und Trainersohn Jonas Krug kann man erkennen, wie vernünftig der eingeschlagene Weg des VSV Oelsnitz ist. "Wenn wir den Verjüngungsprozess verpassen, stehen wir unter Umständen schlagartig schlecht da", warnt Urgestein Matthias Hanitzsch. Der Hallensprecher wird in der kommenden Saison nur bei acht Heimspielen die Trompetenattacke einspielen. Der Volleyballverband bestätigte, dass sich der Vorjahresvierte - der Erfurter VC - kurzfristig aus der Regionalliga Ost zurückgezogen hat, weil er nach Abgängen kurz vor Saisonstart nicht konkurrenzfähig gewesen wäre. Damit ist kein Verein aus Thüringen mehr in dieser Liga zu finden.

In Oelsnitz hingegen wissen die Eigengewächse Niclas Meinhold und Jonas Krug inzwischen sogar einen kleinen Fanclub auf der Tribüne hinter sich. "Auch wenn wir mal verlieren. Das sind unsere Jungs und nur so kann die Zukunft in Oelsnitz aussehen", sagen die VSV-Spieler. Die hatten in der zurückliegenden Spielzeit 13 Siege gefeiert und fünf Niederlagen kassiert. Mit Ben Becher, Christian Böhm und Julian Schubert gehören drei weitere Youngster zum Kader. Sie stoßen in die Lücken, die durch den Abgang von Stephan Preußner (berufsbedingt nach Arzberg) und Yves Heinig (ohne Verein) entstanden sind. Neu zum VSV gekommen ist Michael Wagner, der vom Ligakonkurrenten SV Tröbnitz wechselt.

Die Ligaexperten sehen den amtierenden Meister USV TU Dresden, der auf den Aufstieg verzichtete, den Dresdner SSV und den VC DresdenII mit dem VSV Oelsnitz auf Augenhöhe. Durch den Erfurter Rückzug beginnt die Saison für Oelsnitz erst am 5. Oktober. Dann aber auch gleich mit einem Kracher. Die VSV-Männer empfangen um 19 Uhr den USV TU Dresden.

Die Vogtländer hoffen auch in der kommenden Saison wieder auf das beste Publikum der Liga. Hallensprecher und Vorstandsmitglied Matthias Hanitzsch: "Vorige Saison lag der Schnitt bei 250 Besuchern pro Spiel. Und das nach dem Abstieg aus der 3. Liga. Das ist schon toll. Vielen Dank unseren Fans!" Insgesamt treten in der kommenden Saison zwölf Oelsnitzer Mannschaften in den Frauen-, Männer- und Nachwuchsklassen an.

Regionalliga-Aufgebot: Julian Schubert (Diagonalangreifer), Christian Böhm, Sascha Singer (beide Außenangreifer), Niclas Meinhold (Mittelblock/Diagonalangreifer), Sascha Claus (Libero), Stephen Sehr (Mittelblock/Außenangreifer), Jürgen Hanitzsch (Außenangreifer), Tim Neuber (Zuspieler), Ben Becher (Außenangreifer), Michael Wagner (Mittelblock), Eric Schanwell (Diagonalangreifer), Jonas Krug (Zuspieler), Franz Masur (Mittelblock/Diagonalangreifer), Trainer Alexander Krug

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...