Organisatoren mit Premiere zufrieden

Für den guten Zweck aktiv waren am Wochenende viele Vogtländer rund um die Talsperre Pöhl. Initiator Robin Ramsdorf meisterte dabei eine besondere Herausforderung.

Pöhl.

Es gibt sicherlich entspanntere Möglichkeiten, in seinen 30. Geburtstag reinzufeiern. Der Falkensteiner Robin Ramsdorf verbrachte in der Nacht von Samstag auf Sonntag die ersten Stunden seines Ehrentages auf dem Rennrad rund um die Talsperre Pöhl. Kurz vor 11 Uhr am Vormittag hatte es der Triathlon-Abteilungsleiter des LATV Plauen schließlich geschafft: 550 Kilometer im Sattel standen zu diesem Zeitpunkt für ihn zu Buche, mehr als 22 der zurückliegenden 24 Stunden war er auf der Route rund um die Talsperre aktiv. Immer wieder ging es in Richtung Herlasgrün, Thoßfell, Neuensalz und zurück zur Staumauer. "Das wird schon nach der ersten Runde langweilig. Man muss das Pensum dann einfach abspulen, vieles läuft dabei im Kopf ab. Man arbeitet von Berg zu Berg, von Dorf zu Dorf", erzählt Ramsdorf.

Dass er sich dieser besonderen Herausforderung stellte, liegt zu einem Großteil an der Coronazeit. Ursprünglich wollte der Vogtländer am Sonntag beim berühmten Langdistanz-Triathlon im fränkischen Roth starten. Der fiel aufgrund der aktuellen Entwicklungen aus. Auch der Pirker Triathlon, der Heimwettkampf des LATV Plauen, wurde schon im Winter abgesagt. Und so überlegte Robin Ramsdorf gemeinsam mit seinen Vereinskollegen, was man sonst auf die Beine stellen könnte. Heraus kam die Aktion "Gemeinsam was bewegen", in welcher die Vogtländer aufgerufen waren, rund um die Talsperre zu Fuß oder auf dem Rad aktiv zu werden. Gleichzeitig standen an verschiedenen Orten Spendenboxen, deren Inhalt dem ASB-Wünschewagen zu Gute kommt. "Ich habe schon das Gefühl, dass es gut angenommen wurde. Man hat unterwegs immer wieder Leute auf dem Rad gesehen. Ob die natürlich alle nur wegen der Aktion da waren, kann ich nicht sagen. Es war ja keine offizielle Veranstaltung", sagt Robin Ramsdorf.

Dass das Format ankam, dies kann André Wagenknecht bestätigen. Er hatte die Mountainbikerunde entlang des Talsperren-Panoramawegs ausgesucht und selbst zwei geführte Touren angeboten. "Es waren zum Teil Leute aus der Region dabei, die die Wege gar nicht kannten. Die, mit denen ich gesprochen habe, waren alle begeistert", erzählt der Mountainbiker.

Kassensturz machen die Organisatoren in den nächsten Tagen. Bis zum 12. Juli kann noch Geld auf das Spendenkonto überwiesen werden. Alles, was dort und in den Spendenboxen gelandet ist, geht an den Wünschewagen.

"Ziel ist nicht, dass Einzelne große Summen geben. Der Gedanke ist ja, dass man gemeinsam etwas bewegen kann", betont der Falkensteiner. Er selbst fühlt sich nach seinem Kraftakt vom Wochenende schon wieder ganz gut. Es tue eigentlich nichts weh und nach einem Mittagsschlaf am Sonntag sei er auch schnell in den normalen Rhythmus gekommen. Die Müdigkeit machte Robin Ramsdorf zwischendurch auf dem Rad nur mal kurz zu schaffen: "Ich habe dann zehn Minuten kurz geschlafen. Das habe ich so weit unter Kontrolle, dass ich da auch keinen Wecker brauche."

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