Plauener Boulderhalle soll wachsen

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Das Sportklettern steht vor seiner Premiere bei Olympischen Spielen. Das größere Interesse an der Sportart spüren auch alte Hasen im Vogtland.

Plauen.

Mindestens fünf Meter Raumhöhe und 500 Quadratmeter groß - so lauten die Eckdaten für das neue Domizil der Plauener Boulderhalle. Gefunden ist es noch nicht. "Wir wollen auf jeden Fall in der Stadt bleiben. Solch ein neues Objekt in Plauen zu finden, ist schwierig", sagt Jörg Band, einer von fünf Gesellschaftern der Boulderhalle. Seit mehr als zwölf Jahren betreiben seine Mitstreiter und er die Halle, die bald vor ihrer dritten Vergrößerung stehen könnte.

Als die Initiatoren im Dezember 2008 ihr erstes Domizil am Plauener Leuchtsmühlenweg eröffneten, erlebte das Bouldern gerade einen Aufschwung. Es steht für das Klettern ohne Seil und Gurt an Felsblöcken, Felswänden oder künstlichen Wänden bis zu einer Höhe, aus der man ohne wesentliches Verletzungsrisiko zurück auf den Boden springen kann. "Über die Jahre ist das Interesse immer größer geworden. Auch deshalb waren wir vor Beginn der Corona-Pandemie an dem Punkt, dass größere Räume gut wären", sagt Mitgesellschafter Jörg Schwerdt. Es wäre für das Team der Boulderhalle der zweite Umzug. 2011 ging es vom Leuchtsmühlenweg in die jetzigen Räume am Mühlgraben, wo 2014 die Fläche noch einmal vergrößert werden konnte. Mittlerweile sind dort alle Möglichkeiten ausgereizt. Zu den Nutzern der bunten Kletterwände zählen nicht nur Privatpersonen. Schulen, Kindergeburtstage, therapeutisches Klettern - normalerweise ist in der Boulderhalle immer viel los. Die coronabedingten Einschränkungen sorgen im Moment aber auch da für Ruhe. Die Zeit nutzen die Verantwortlichen, um zum Beispiel neue Routen zu bauen. Die kleinen, bunten Boulder sind an die Wände geschraubt und können immer wieder anders angebracht werden. Bei einem Umzug könnten sie also problemlos mitgenommen werden. "Bei der Suche haben wir gemerkt, dass weniger die Größe ein Problem ist als unsere gewünschte Raumhöhe. Wir können uns auch nicht ein Gebäude leisten, wo wir viel Geld reinstecken müssen, da wir uns ja über Eintrittsgelder finanzieren", sagt Jörg Band.

Dass sich eine Erweiterung lohnt, davon sind die Macher der Boulderhalle überzeugt. Denn ihre Nutzer kommen nicht nur aus dem Vogtland. "Das Einzugsgebiet reicht bis nach Thüringen und Bayern. Hier im Vogtland sind wir ja die einzigen Anbieter. Die nächste Kletterhalle ist erst in Zwickau, die nächste Boulderhalle sogar erst in Chemnitz", erzählt Jörg Schwerdt.

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