Plauener zwingen mit wichtigem Heimsieg Verfolger in die Knie

Mit einem 27:24-Heimsieg gegen Aschersleben haben sich die Handballer des HC Einheit ein Fünf-Punkte-Polster auf die Abstiegsplätze in der Oberliga geschaffen. Ortsrivale Oberlosa brachte Spitzenreiter HC Burgenland in Verlegenheit.

Plauen.

Einen ganz wichtigen Heimsieg haben die Handballer des HC Einheit Plauen im Kampf um den Klassenerhalt in der Mitteldeutschen Oberliga eingefahren. 27:24 schlugen sie den ebenfalls abstiegsbedrohten HC Aschersleben am Samstag, nachdem sie zur Pause noch zurücklagen. Als Tabellenzehnter haben die Plauener jetzt fünf Punkte Vorsprung vor den auf dem ersten Abstiegsplatz liegenden Ascherslebenern. Der SV 04 Oberlosa hatte am späten Sonntagnachmittag dem Tabellenführer HC Burgenland beim Auswärtsspiel in Naumburg ins Schwitzen gebracht. In dem engen Spiel wechselte die Führung mehrmals, am Ende nahm Oberlosa beim 31:31 (16:16) völlig verdient einen Punkt mit heim.

HC Einheit Plauen - HC Aschersleben 27:24 (10:12): Erst 36 Sekunden vor Spielende stand im spannenden und kampfbetonten Kellerduell vor 363 Besuchern in der Einheit-Arena beim Stand von 26:24 mit der dritten Auszeit der Plauener der Sieger fest. Einheit festigte mit dem Erfolg mit jetzt 16:20 Punkten den zehnten Platz. Die Begegnung hielt wenige spielerische Höhepunkte bereit. Kampf und Einsatz dominierten bei insgesamt 16 Zweiminutenstrafen. Die Fehlerquote beider Teams in der Offensive war hoch - in der ersten Halbzeit die des Heimteams, in der zweiten die der Gäste. Die Prognose von Plauens Spielertrainer Jan Richter bestätigte sich: "Das Spiel wird bis Ende ausgeglichen sein. Es gewinnt der mit der besseren Wurfqualität." Da waren die Plauener mit ihrem neunfachen Torschützen Zbiral besser. Zudem brillierte beim Gastgeber Torhüter Pour mit 15 erfolgreichen Paraden.

Richter sagte nach dem Spiel: "Aschersleben hatte viel Qualität im Team. Auch weil die zuletzt gegen Oberlosa fehlenden Cieszynski und Seifert wieder dabei waren. Mit einer deutlichen Steigerung nach der Pause haben wir uns den Sieg verdient. Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung. Wir waren breiter aufgestellt und hatten auch die größeren Kraftreserven. Unser Torhüter und David Zbiral, der eines seiner besten Spiele machte, verdienen ein Sonderlob. David machte selbst die wichtigen Tore, die er sonst für den diesmal hart gedeckten Martin Danowski vorbereitet."

Der zwölffache Torschütze Cieszynski und Seifert mit Strafwurf sorgten für die 2:0-Gästeführung. Dank schwacher Offensive der Plauener bauten die Ascherslebener ihre Führung stetig bis 9:4 (16. Minute) aus. Pour hielt sein Team aber im Spiel. Das wehrte sich, wurde besser und verringerte bis zur Pause den Rückstand auf 10:12. Fünf Minuten nach Wiederbeginn warf Zbiral zum 14:14-Ausgleich. Spielertrainer Richter (2) erhöhte auf 16:14. Vorher parierte Pour einen Strafwurf von Seifert.

Das Spiel lebte fortan von der Spannung. Die Zeitstrafen und Unterzahlsituationen für beide Teams häuften sich. 20:20 (50.) und 23:23 (56.) lautete der Spielstand vor der dramatischen Schlussphase. Nupnau traf zum 23:24 (57.), Dolak und Sbiral stellten für Einheit auf 25:24 (58.). Pecek (Plauen) und Hasselbusch erhielten in dieser Phase eine Zweiminutenstrafe. Burda traf 77 Sekunden vor Schluss nach Konter zum 26:24. Aschersleben nahm 59 Sekunden vor Schluss eine Auszeit. Pour vereitelte danach die letzte Chance der Gäst, und das Einheit-Lager jubelte grenzenlos über zwei wichtige Punkte. Drei Sekunden vor Ende krönte Zbiral seine starke Leistung mit dem Tor zum 27:24.

Einheit Plauen: Pour, Misar - Kies, Model, Gemeinhardt, Richter (3 Tore), Krüger (2), Burda (2), Broz (2), Zbiral (9), Danowski (6/davon 3 Siebenmeter), Pecek, Dolak (3)


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