Quebec trägt Reiterin zu Doppel-Gold

Antje Schöniger aus Lengenfeld ist seit wenigen Tagen zweifache Europameisterin. Vor dem Erfolg standen für die Vogtländerin viele Kilometer auf der Autobahn.

Lengenfeld.

Antje Schöniger vom Reit- und Fahrverein Lengenfeld ist von den Europameisterschaften der ländlichen Vielseitigkeitsreiter in Westerstede in Niedersachsen, wo auf Drei-Sterne-Niveau geritten wurde, als Doppel-Europameisterin ins Vogtland zurückgekehrt. Entsprechend begeistert wurde sie bei ihrer Rückkehr von Familie, Freunden und dem Lengenfelder Bürgermeister Volker Bachmann zuhause begrüßt. "Das war eine schöne Überraschung, über die ich mich sehr gefreut habe."

Die 30-jährige Lengenfelderin hat sich bei den kontinentalen Titelkämpfen nicht nur im Einzel durchsetzen können, sondern auch im Team zusammen mit Katharina Schedel aus Bayern, Aline Stahn aus Hessen, Fritz Ludwig Lübbeke aus Niedersachsen, Melina Rytir aus dem Rheinland und Heike Jahncke aus dem Weser-Ems-Gebiet. "Mit der Mannschaft hatten wir uns schon ein bisschen was vorgenommen, auf jeden Fall eine Medaille. Dass es jetzt Gold geworden ist, ist umso schöner. Dass ich im Einzel gewonnen habe, war doch sehr überraschend", erzählt Antje Schöniger.

Antje Schöniger stellte sich der Herausforderung mit dem Deutschen Sportpferd FST Schoensgreen Quebec, das auf dem Fohlenhof Schöniger in Lengenfeld vor 16 Jahren geboren und dort ausgebildet wurde. Bei der Europameisterschaft standen vier Disziplinen auf dem Programm: Dressur-Abteilungsreiten, Dressurreiten Einzel, Geländereiten und Springen. Im Starterfeld war Antje Schöniger die einzige Reiterin aus den neuen Bundesländern. Insgesamt waren 66 Teilnehmer am Start, neun Mannschaften haben um die Meisterschaft gekämpft.

Qualifiziert hatte sich die Vogtländerin über nationale und internationale Turniere auf Drei-Sterne-Niveau: "Da das Vielseitigkeitsreiten in der Region nicht verbreitet ist, müssen wir immer lange Strecken fahren und bekommen so einige Kilometer auf den Tacho. Es geht bis an den Bodensee, auf die Schwäbische Alp und nach Brandenburg. Bayern liegt da noch am nächsten. Fünf Sterne ist das höchste Niveau. Selbst bin ich schon auf Vier-Sterne-Niveau geritten. Das war bei der Europameisterschaft jetzt sicher auch ein Vorteil, weil man einen gewissen Erfahrungsschatz hat."

Wie es jetzt nach diesem besonderen Doppelerfolg weitergeht, ist noch offen: "Vielleicht greife ich dieses Jahr noch einmal in einer Vier-Sterne-Prüfung an. Dahinter steht aktuell noch ein Fragezeichen." Wo Antje Schöniger auf jeden Fall mit dabei sein wird, ist das 58. Lengenfelder Reit- und Springturnier, das vom 23. bis 25. August ausgetragen wird. Die Vielseitigkeitsreiterin ist mit Pferden groß geworden: "Dadurch, dass meine Eltern Pferde haben, bin ich seit meiner Kindheit mit den Tieren verbunden und reite eigentlich schon immer."

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