Raphael Friedrich fährt noch auf Sparflamme

Die Gewichtheber vom Athletenteam Vogtland haben ihren Bundesliga- Heimkampf in Rodewisch gegen den Berliner TSC 0:3 verloren. Ein 17-Jähriger hegt große Ziele.

Rodewisch.

Nach langwieriger Verletzung findet der Gewichtheber Raphael Friedrich vom Athletenteam Vogtland langsam zurück zu seiner alten Form. Wegen einer Sehnenansatzentzündung an der Kniescheibe konnte er insgesamt acht Wochen lang nicht trainieren. Erst vor fünf Wochen ist der 17-jährige aus Rothenkirchen wieder ins Training eingestiegen. Er arbeitet sich systematisch wieder an seine alte Form heran. Beim Bundesligawettkampf am Samstag in der heimischen Göltzschtalhalle Rodewisch hat sich Friedrich allerdings noch etwas zurückhalten müssen. "Aus meiner Sicht war es gut, auch wenn ich nicht mehr heben durfte als im Stoßen bis 125 Kilogramm." Sein Team bezog mit 0:3 (508,6:649,0) die befürchtete Niederlage gegen den Berliner TSC.

Der nächste große Höhepunkt, der für Raphael Friedrich ansteht, ist die Junioren-Europameisterschaft vom 7. bis 14. Juli in Moldawien. Für Friedrich, der mit neun Jahren mit dem Gewichtheben angefangen hat und aktuell an der Sportschule in Chemnitz bei Petr Hruby trainiert, zählt nur eines: Teilnehmen. "In der U 21, in der ich jetzt startet, bin ich drei Jahre jünger als die Spitze. Und das macht schon eine Menge aus", erzählt Friedrich, der dennoch ein ehrgeiziges Ziel hat: "Ich wäre gern unter den Top 10. Ich weiß nicht, wie utopisch das ist. Aber das ist etwas, was man sich vornehmen könnte." Der bisher größte Erfolg für den Bundeskader-Sportler waren 2017 zwei Bronzemedaillen bei der Jugend-Europameisterschaft, voriges Jahr holte er dort nochmals die Bronzemedaille im Stoßen. Sein großer Traum ist es, bei Olympia zu starten. Die erste Gelegenheit dazu gibt es 2024.

Matthias Steiner war früher das große Vorbild des jungen Vogtländers. Heute sei es so, dass die Sportler, zu denen er aufschaut, vom Vorbild zum Mitstreiter geworden sind. Mittlerweile kenne man sich untereinander gut.

Raphael Friedrich trainiert achtmal in der Woche, die Wettkämpfe kommen obendrauf. Seine Bestleistung im Stoßen liegt bei 167 Kilogramm, beim Reißen bei 140 Kilogramm. "Wir sagen immer, man sollte sich im Zweikampf pro Jahr um 20 Kilogramm steigern", erklärt Friedrich.

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