Reichenbach kontert Naunhof aus

Fußball: Der RFC zeigt beim 4:0 im Pokal Klasse

Naunhof.

Mit Tempofußball und einer bisher vor dem gegnerischen Tor vermissten Kaltschnäuzigkeit hat sich der Reichenbacher FC regelrecht in die dritte Runde des Fußball-Sachsenpokals katapultiert. Dabei stand der 4:0-Sieg gestern beim Landesklasse-Nord-Vertreter SV Naunhof bereits nach der ersten Halbzeit fest. Moritz Krell sowie Paolo Süß mit einem Hattrick hatten für die Vogtländer früh die Weichen auf Sieg gestellt. Die Art, wie der Erfolg gegen keinesfalls enttäuschende Gastgeber zustande kam, hat nicht nur die fünf, sechs RFC-Schlachtenbummler angenehm überrascht. "Unsere taktische Marschrute ist absolut aufgegangen. Wenn wir das mit in die Liga nehmen können, sind wir hinten nicht mehr so anfällig und haben nach vorn Optionen", sagte RFC-Trainer Steve Gorschinek unmittelbar nach dem Abpfiff.

Und was war der Schlüssel für den Erfolg? Der Coach hatte nach dem Fehlstart in der Punkterunde Rückkehrer Robert Demmler zu Maik Strobel ins Mittelfeld beordert und in der Abwehr den Jungs vertraut, die sich dort weiter finden sollen. Diese defensivere Ausrichtung trug sofort Früchte, da Reichenbach diesmal nach Balleroberung ruckzuck auf Tempofußball umschalten und die schnellen Franz Gündel, Paolo Süß und Max Rehwald einsetzen konnte. So ergaben sich Topchancen im Minutentakt, die Naunhofer Verteidigung war ein ums andere Mal mit den schnellen Spitzen der Gäste überfordert. "Die Umstellung war ein absoluter Gewinn, Robert und Maik haben die Sicherheit ins Spiel gebracht, die wir brauchen. Zudem haben wir jetzt endlich auch unsere Torchancen genutzt. Das war insgesamt eine Verbesserung von einhundert Prozent, und zwar von der ganzen Mannschaft", sagte der Trainer.

Und das galt auch für die zweite Hälfte. Naunhof stellte zwar auf Dreierkette um, hatte aber nach wie vor Probleme mit dem schnellen Umschaltspiel der Gäste. Bis auf einen Lattenschuss zehn Minuten vor Schluss ließ der RFC kaum nennenswerte Möglichkeiten zu, hätte allerdings noch das ein oder andere Tor schießen müssen. Ein 7:1-Schützenfest wäre drin gewesen. Jetzt gilt es im Punktspiel bei Germania Chemnitz, die neue Taktik umzusetzen. Im Pokal dagegen steht der nächste Gegner noch nicht fest. Gibt es einen Wunschgegner? Der Ex-Auerbacher Steve Gorschinek: "Auerbach, zumindest für mich." (gem)

Statistik

Tore: 0:1 Süß (13.), 0:2 Krell (15.), 0:3/0:4 Süß (24./30.); SR: Jacob Döring; Zuschauer: 101.

Reichenbacher FC: Rahm, M. Albert (20. Reiher), Tenner, Fügmann, Chr. Seidel, Strobel, Demmler, Gündel, Rehwald (65. Batz), Krell (60. Emson), Süß.

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