RFC schießt überzeugenden Sieg heraus

Die Reichenbacher Fußballer sind nach dem 3:0 im Heimspiel gegen Görlitz jetzt Achter in der Landesliga. Vom Anpfiff weg kaufte das Team dem Gegner den Schneid ab.

Reichenbach.

Die ersten Punktspieltore und der erste Sieg: Der Reichenbacher FC hat gestern nicht nur einen drohenden Fehlstart in der Landesliga abwenden können, sondern sich mit einem überzeugenden 3:0 gegen den im Moment dienstältesten Landesligaverein Gelb-Weiß Görlitz (seit 2001 ununterbrochen dabei) in die Herzen seiner Fans gespielt. Lohn für den starken Auftritt: Das Team machte in der Tabelle gleich sechs Plätze gut.

In der bisher vielleicht besten ersten Halbzeit in der Sachsenliga legten die Vogtländer den Grundstein für den Sieg. Der RFC war von Anpfiff an spielbestimmend und suchte den Weg konsequent nach vorn. 45 Minuten ging die Post ab. Der Erfolg sollte nicht lange auf sich warten. Quasi der erste gefährliche Angriff führte zum 1:0. Pechtl flankte von diagonal in den Rücken der Abwehr. In Höhe der Grundlinie leitete Meyer das Leder aus der Luft ins Zentrum, wo Strobel in seinem ersten Punktspiel für die Reichenbacher mit dem Kopf zur Stelle war - was für ein Einstand für den letztjährigen Kapitän des FSV Zwickau II!

Der frühe Rückstand hinterließ Wirkung bei den Gästen, die froh sein konnten, dass sie nicht noch weitere Treffer schlucken mussten. So scheiterte zweimal Dressel an Keeper Bocok. Mit Tempo, Leidenschaft und gesunder Zweikampfhärte kaufte der RFC seinen Kontrahenten in der ersten Halbzeit den Schneid ab. Und legte noch einen drauf. Das 2:0 hätte schon Landmesser machen müssen, der Meyers Flanke knapp verpasste (44.). Kurz vorm Pausenpfiff erlief sich Petrovics einen zu laschen Rückpass, umkurvte den Torwart und schob ein.

Etwas besser setzten sich die Gäste mit Wiederbeginn in Szene, als der RFC den Faden zu verloren schien. Als in der 50. Minute Schneider im Zweikampf mit Albert zu Fall kam, zeigte der Referee sofort auf den Punkt. Torjäger Marx schnappte sich die Kugel, wählte die linke Eck. Die ahnte Schlussmann Bößneck und parierte unter dem Jubel der RFC-Fans. Dieser "Hallo-Wach-Moment" brachte die Hausherren wieder ins Geschehen zurück, die ihre Taktik in der Folge auf schnelle Gegenstöße auslegten. Görlitz stemmte sich gegen die Niederlage, drängte die Gastgeber in deren Hälfte zurück, war aber mit dem Latein am RFC-Strafraum zu Ende. Zwei, drei Kopfbälle - das war es auch schon mit der Gefährlichkeit des NFV. Zudem erwies sich Bößneck in der Luft als sehr fangsicher.

Seine Vorderleute hätten mit ihren Kontern noch einige Treffer drauflegen können. Vor allem dem eingewechselten Süß drohte der Titel des "Chancentodes", da er gleich zweimal völlig freistehend das Runde nicht im Eckigen unterbrachte. Papkalla und Meyer verstolperten in der 89. Minute eine "2:1-Situation". Dann durfte noch zweimal Süß ran. Von Strobel steil geschickt, jagte er erst den Ball am Pfosten vorbei, ehe Petrovics ihm doch noch ein Erfolgserlebnis verpasste und zum erfolgreichen Torschuss auflegte. Seine Eingabe drückte Süß aus vollem Lauf in die Maschen.

RFC-Trainer Ronald Färber freute sich: "Der Siegeswille war von Anfang an zu spüren. Die Einstellung stimmte und der Gegner wurde erfolgreich zu Fehlern gezwungen. Die einzige Kritik geht in Richtung Chancenverwertung. Da war so manche Aktion zum Haareraufen. Deshalb war der Sieg auch in dieser Höhe verdient. Mit dem heute getankten Selbstvertrauen wollen wir jetzt natürlich auch in Eilenburg etwas Zählbares mitnehmen."

Statistik Reichenbacher FC: Bößneck - Pechtl, Demmler, Vogel, Albert - Meyer, Strobel, Nötzel (75. Papkalla/V), Petrovics - Dressel (V/29. Particke) - Landmesser (58. Süß). Tore: 1:0 Strobel (6.), 2:0 Petrovics (45.), 3:0 Süß (90.+2); Schiedsrichter: Böhmer (Zschopau); Zuschauer: 140.

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