Ruhe bewahren heißt die Devise

Der SV 04 Oberlosa will am Wochenende zu Hause in der Mitteldeutschen Handball-Oberliga gewinnen. Einheit Plauen empfängt den Vorjahresdritten.

Plauen.

Nach acht Spieltagen steht der HC Einheit Plauen einen Punkt vor dem SV 04 Oberlosa. Das ist in soweit verwunderlich, da Oberlosa als Titelfavorit in die Mitteldeutsche Handball-Oberliga startete und der HC Einheit von vielen als Absteiger Nummer eins gehandelt wurde. Oberlosa empfängt am morgigen Samstag (19 Uhr) in der Kurt-Helbig-Halle den USV Halle, während beim HC Einheit Plauen der Vorjahresdritte HSG Freiberg gastiert.

SV 04 Oberlosa - USV Halle: Natürlich wird beim SV 04 Oberlosa derzeit ganz viel gesprochen. Die Plauener Handballer wollten erneut um die Meisterschaft mitspielen. Jetzt ist der Vizemeister des Vorjahres aktuell mit 7:9 Zählern nur Neunter. Am Samstagabend treten die Oberlosaer auch noch gegen den USV Halle an, der als Angstgegner gilt. Und die Gäste kommen als Tabellensechster mit Trainerin Ines Seidler nicht nach Plauen, um dem SV 04 auf die Beine zu helfen. Somit brennt in der Plauener Kurt-Helbig-Sporthalle ab 19 Uhr gehörig die Luft. Denn noch eine Niederlage kann sich Oberlosa eigentlich nicht erlauben, weil dann unter Umständen sogar ein Abstiegsplatz droht. SV-Trainer Petr Hazl weiß das. Und der frühere Profihandballer mahnt: "In solch einer Situation zeigt sich die mentale Qualität. Schaffen wir es, jetzt die Ruhe zu bewahren und nicht verrückt zu spielen, dann werden wir auch wieder gewinnen."

Dass eine eingespielte Mannschaft, die vor sechs Monaten nur knapp die Aufstiegsspiele verpasst hat, in der Mitteldeutschen Oberliga bis auf Platz neun durchgereicht werden könnte, das hatte niemand für möglich gehalten. "Diese Aussage stimmt aber nicht ganz. Wir haben vor zu viel Optimismus gewarnt. Das wollte vom Vizemeister nur keiner hören. Alle dachten, als nächstes folgt nun der Aufstieg", blickt Lutz Petzoldt als Geschäftsführer der Spielbetriebs GmbH zurück. SV-Trainer Petr Hazl hatte kurz vor Saisonbeginn Bedenken geäußert: "Wir hatten viele Probleme in der Vorbereitung und sind gut beraten, von Spiel zu Spiel zu denken. Es wird ganz schwer für uns." Nach drei Siegen, einem Unentschieden und vier Niederlagen muss der SV 04 nun am 9. Spieltag vor heimischem Publikum den USV Halle bezwingen.

An den entscheidenden Stellschrauben drehen, Ruhe bewahren und konzentriert weiter arbeiten ist das Motto der Schwarz-Gelben Oberlosaer. "Die Mannschaft arbeitet akribisch im Training und bei jedem ist der Wille spürbar, sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen. Mentalität, Kompaktheit und Disziplin", fordert Oberlosas Trainer Petr Hazl.

HC Einheit Plauen - HSG Freiberg: Der HC Einheit Plauen empfängt am Samstag um 16 Uhr den Vorjahresdritten HSG Freiberg. "Wenn mir jemand vor Saisonbeginn gesagt hätte, dass wir zu diesem Zeitpunkt mit einem ausgeglichenen Punktekonto dastehen, hätte ich es ihm nicht geglaubt", sagt Einheit-Trainer Jan Richter. "Doch hundertprozentig zufrieden sind wir dennoch nicht." Dieser Nachsatz mag komisch klingen, erklärt jedoch die veränderten Ansprüche. Die Plauener haben mit Siegen gegen Pirna, Delitzsch und Aschersleben gezeigt, dass sie in der Liga mithalten können. In den Spielen gegen Apolda und Aue II kontrollierte Einheit das Geschehen, führte phasenweise deutlich und hat sich am Ende doch noch die Butter vom Brot nehmen lassen.

"Statt zweier Siege mussten wir uns jeweils mit einem Unentschieden zufrieden sein", ärgert sich Trainer Vasile Sajenev. "Das soll nicht überheblich klingen, aber wir können mehr und sind an unserem Unvermögen gescheitert." Die Plauener benötigen jeden Punkt für das Saisonziel Klassenerhalt. Zwar stehen sie derzeit im Tabellenmittelfeld, aber die Liga ist eng zusammengerückt. Von einem Medaillenplatz trennen Einheit nur vier Punkte, aber bis zum ersten Abstiegsplatz sind es nur drei Zähler. "Jede Mannschaft in dieser Liga ist ein schwerer Gegner. Gegen Freiberg dürfen wir uns solche Schwächephasen wie zuletzt nicht leisten", weiß auch Mannschaftskapitän Maximilian Krüger.

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