Saisonstart lässt Miezen strahlen

Die Rodewischer Schachspielerinnen haben zum Bundesliga-Auftakt zwei Siege verbucht und damit Personalsorgen getrotzt.

Lehrte.

Der Termin des Saisonstarts in der Schach-Bundesliga der Frauen trieb so manchem Mannschaftsleiter den Angstschweiß auf die Stirn. Da zeitgleich zahlreiche internationale Turniere und nationale Meisterschaften stattfanden, hatten alle Spitzenmannschaften Aufstellungsprobleme. Auch die Vogtländerinnen blieben nicht verschont und reaktivierten kurzerhand Regina Theissl-Pokorna aus dem Mutterschutz. Mit Erfolg: Während Titelaspirant Schwäbisch Hall gegen Hamburg 1,5:4,5 verlor und Meister Baden-Baden nur 3:3 gegen Bad Königshofen spielte, überstanden die Rodewischer Schachmiezen und der Hamburger SK das Auftaktwochenende ohne Punktverlust.

Die Schachmiezen hatten am Samstag mit Aufsteiger SC Rotation Pankow beim 5:1-Sieg weniger Mühe als erwartet. Die Berlinerinnen rechneten sich vor allem an den hinteren Brettern etwas aus. Nach zweieinhalb Stunden standen Anastasia Bodnaruk am Spitzenbrett und Martina Korenova bereits klar besser. Nach Hana Kubikovas Remis folgten Siege von Martina Korenova und Anastasia Bodnaruk. Als Magdalena Miturova ihre Partie drehte und ebenso wie Regina Theissl-Pokorna gewann, war der erste Mannschaftssieg der neue Saison perfekt. Alena Kubikova steuerte ein Remis bei.

Da Bayern München parallel überraschend Gastgeber Lehrte ein 3:3 abrang, steigerte das die Motivation der Lehrterinnen gegen die Vogtländerinnen nur noch. Zwar gab es in den vergangenen drei Jahren jeweils Rodewischer Siege, aber davor oft dramatische Kämpfe. Das wiederholte sich am Sonntag.

Der Gastgeber startete sehr angriffslustig, aber Martina Korenova und Hana Kubikova konterten erfolgreich. Die 2:0-Führung nach drei Stunden war aber schnell dahin, da sich Anastasia Bodnaruk nach fast vier Jahren und 23 ungeschlagenen Spielen am Spitzenbrett erstmals wieder geschlagen geben musste, ebenso Alena Kubikova. Magdalena Miturova und Regina Theissl-Pokorna hatten die bessere Stellung, als das Drama begann. Denn während Magdalena Miturova das auch in materiellen Vorteil ummünzen und 3:2 gewinnen konnte, lieferten sich Regina Theissl-Pokorna und ihre Kontrahentin ein spannendes Match. Erst nach fünf Stunden wurde klar, dass die Schachmieze die Partie nicht mehr verlieren konnte. So kam es letztlich zu einem 3,5:2,5-Sieg der Rodewischerinnen.

Der große Gewinner der Auftaktrunde war Hamburg, das mit Schwäbisch Hall und Deizisau zwei Medaillenanwärter besiegen konnte. Für die Vogtländerinnen wird es am 17./18. November in München ernst. Dann treffen sie auf die beiden angeschlagenen Teams aus Schwäbisch Hall und Deizisau. Die werden dann garantiert in Top-Besetzung antreten.

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