Spätes Tor bringt den RFC in die zweite Runde

Fußball-Sachsenpokal: Strobels Kopfball besiegelt 3:2-Sieg gegen Lichtenstein

Reichenbach.

Nach Blitzstart hinten gelegen, wieder ausgeglichen und dann den "Lucky Punch" noch gesetzt: Der Reichenbacher FC fuhr im ersten Pflichtspiel der neuen Fußballsiaosn Achterbahn. Am Ende kegelte er seinen kommenden Punktspielrivalen SSV Lichtenstein in einer Hitzeschlacht bei 31 Grad mit einem 3:2 aus dem Landespokal und verbleibt im Lostopf für die zweite Runde am 8./9. September. Pokalambitionen haben die Jungs von Steve Gorschinek zwar keine. Selbstvertrauen für die nächste Woche beginnende Meisterschaft konnte die Elf aber allemal tankten.

Die erste Hausnummer war für das nach dem Landesliga-Abstieg völlig umgekrempelte Team keine schlechte, wenngleich die Partie noch einige Ecken und Kanten besaß und Lichtenstein dabei eine Stunde lang den besseren Ball spielte. "Das war heute eine absolute Willensleistung. Wir haben dank einer Steigerung im zweiten Abschnitt vom Kampf ins Spiel gefunden und gegen Ende auch die bessere Kondition besessen. Nach dem Ausgleich sah man es den Jungs deutlich an, dass sie sich eine Verlängerung ersparen und das Siegtor unbedingt noch machen wollten", fand RFC-Trainer Steve Gorschinek.

Für seine Elf hätte es kaum besser losgehen können. Schon nach zwei Minuten zappelte der Ball im Lichtensteiner Netz. Vorausgegangen war ein abgewehrter Eckball, den Seidel von rechts gefühlvoll in den Rücken der Abwehr drehte. Dathe nahm die Kugel in Höhe des Elfmeterpunktes an und schob zum 1:0 ein. Danach schien der Gast zu taumeln, fand sich aber nach zehn Minuten und drückte fortan dem Geschehen den Stempel auf. Ein Eckball führte zum 1:1, als Marius Weiß per Hechtkopfball zur Stelle war. Das hinterließ Wirkung, denn der RFC verlor merklich seinen Faden. Mehr Torgefahr ging jetzt vom SSV aus. Dessen größte Gelegenheit vereitelte Eißmann kurz vor der Pause, als er einen verdeckten Freistoß aus dem linken unteren Eck kratzte.

Mit Wiederbeginn drängte Lichtenstein auf die Führung, die in der 54. Minute auch fiel. Dominik Weiß schüttelte seinen Bewcher ab und legte die Kugel am herauseilenden Eißmann vorbei ins Eck. Wenig später kam für Steve Gorschinek dann die Schlüsselszene der Partie, als Seidel mit einer Grätsche gerade noch das 1:3 verhinderte. Danach blies seine Elf nach drei Einwechslungen in kürzester Zeit zum Endspurt. Die Reichenbacher agierten aber in der entscheidenden Zone zunächst weiterhin zu ungenau.

Das erste Ausrufezeichen setzte dann Süß (74.), dessen Direktabnahme einer Reiher-Flanke jedoch nur das Außennetz traf. Ein Freistoß unmittelbar vor der Strafraumgrenze ließ in der Folge das Geschehen kippen. Rehwald probierte es direkt und wählte die Tormitte. Der SSV-Keeper riss vergebens beide Hände nach oben - 2:2. Lichtenstein gingen merklich die Körner aus. Als sich alles schon auf eine Extraschicht in Form der Verlängerung vorbereiteten, fand einer der vielen Seidel-Eckbälle in den letzten Minuten den Kopf des hochsteigenden Strobels, der das Luftduell gegen den SSV-Tormann gewann und zum viel umjubelten Siegtor einnetzte.

Statistik Reichenbach: Eißmann, Seidel, M. Albert, Demmler (78. Tenner), Reiher, Strobel, Krell (69. Döge), Rehwald (V), Dathe (69. Emson), Gündel, Süß. Tore: 1:0 Dathe (2.9, 1:1 Marius Weiß (15.), 1:2 Dominik Weiß (53.), 2:2 Rehwald (79.), 3:2 Strobel (90.). Schiedsrichter: Franziska Brückner (Wechselburg); Zuschauer: 180.

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