Spiel gegen Aue versüßt Jubiläumsfeier

Mit 0:25 hat der FSV Treuen am Festwochenende zum 25-jährigen Vereinsbestehen gegen den FC Erzgebirge verloren. Für 1100 Zuschauer wurde das Spiel zum Erlebnis.

Treuen.

Dass beide Trainer nach 90 Minuten mit ihren Mannschaften zufrieden sind, kommt beim Fußball selten vor, zumal bei einem so eindeutigen Ergebnis. 0:25 hieß es beim Freundschaftsspiel zwischen der 1. Mannschaft des FSV Treuen und dem Zweitligisten FC Erzgebirge Aue am Samstag im Treuener Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion.

Die Stimmung von FSV-Trainer Stefan Persigehl konnten die gut zwei Dutzend Gegentore aber nicht trüben: "Das Ergebnis war für uns von Beginn an zweitrangig. Meine Jungs und ich haben das Spiel gegen die Profis genossen und als Belohnung für den Aufstieg in die Vogtlandliga betrachtet." Eine Marschroute hatte Persigehl seinen Spielern dennoch mitgegeben: "Wir wollten uns nicht nur auf Schadensbegrenzung beschränken, sondern mutig nach vorn spielen, was uns hier und da sogar gelungen ist."

Einen Matchplan hatte sich auch der neue FCE-Cheftrainer Thomas Letsch parat gelegt: "Wir wollten einen Trainingswettkampf zwischen erster und zweiter Halbzeit veranstalten, weshalb wir in der Pause fast komplett durchgewechselt haben. Beide Aufgebote haben ihre Sache gut gemacht. Ziel in beiden Hälften war, die Treuener nicht flach über die Mittellinie spielen zu lassen." Gegen diese Zielsetzung stemmten sich die Hausherren bis zur 12. Minute und verteidigten mit Mann und Maus. Ein trockener Schuss von Mario Kvesic aus 16 Metern ließ die Gegenwehr der Treuener Amateurkicker aber erlahmen und eröffnete den Torreigen der Veilchen, die nahezu in Bestbesetzung antraten.

Nicky Adler war mit sechs Treffern dabei erfolgreichster Torschütze des Zweitligisten, gefolgt von Albert Bunjaku mit fünf sowie Pascal Köpke und Arianit Ferati mit je drei. Außerdem trafen Kvesic und Kaufmann je zweimal sowie Bertram, Fandrich, Strauß und Soukou einmal. Die einzige Torchance für die Gastgeber bot sich Josef Kirstein in der 52. Minute, als er sich an der Strafraumgrenze gegen Aue-Verteidiger Fabian Kalig durchsetzen konnte. Er bekam hinter seinen Schuss aber zu wenig Druck, um Aue-Schlussmann Daniel Haas in Verlegenheit zu bringen.

FSV-Präsident Swen Dietrich: "Das Spiel gegen Aue sollte für Spieler und Fans ein freudiger Nachmittag sein. Durch unseren Aufstieg in die Vogtlandliga und unser 25-jähriges Vereinsjubiläum hatten wir am Samstag doppelt Grund zum Feiern." Dass sich der FC Erzgebirge Aue aus diesen beiden Anlässen bereit erklärt hatte, sein erstes Testspiel unter Cheftrainer Thomas Letsch gegen die Treuener Amateure auszutragen, freute FCE-Fan Swen Dietrich besonders.

Besonderen Grund zur Freude hatte Richie Koch aus Schöneck. Der Drittklässler zählte zu den drei der knapp 1100 Zuschauer, deren Eintrittskartennummern in der Halbzeit aus der Lostrommel gezogen wurden. Die drei Gewinner erhielten die Chance auf ein Aue-Trikot mit allen Spielerautogrammen. Die Aufgabe dafür: Ein Schuss ins leere Tor von der Mittellinie, der dem Neunjährigen am besten gelang. Über seinen Preis freute sich der Aue-Fan riesig: "Das Trikot hänge ich zu Hause in mein Zimmer", erklärte der Grundschüler begeistert.

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