Starke Polin ist heiße Kandidatin auf den Gesamtsieg

127 Teilnehmer aus fünf Ländern haben für den 31. Reichenbacher 24-Stunden-Lauf gemeldet. Wenn alles passt, könnte einer der acht Jahre alten Streckenrekorde fallen.

Reichenbach.

Ins vierte Jahrzehnt geht der Reichenbacher 24-Stunden-Lauf am Wochenende. Und die 31. Auflage eines der ältesten deutschen 24-Stunden-Läufe überhaupt, könnte sogar eine rekordträchtige werden. Das beginnt schon mit der Teilnehmerzahl. 127 Frauen und Männer haben sich bis zum Anmeldeschluss vor einigen Tagen in die Startliste eingetragen, 35 mehr als im vergangenen Jahr das Rennen absolvierten. "Nur in den Jahren, in denen wir gleichzeitig die Deutsche Meisterschaft ausrichteten, hatten wir noch mehr Läufer", freut sich Cheforganisator Stephan Werner vom LAV Reichenbach.

Der ist zudem gespannt, ob in diesem Jahr nicht sogar am Streckenrekord gekratzt werden könnte. Der stammt sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern aus dem Jahr 2011. Antje Krause aus dem hessischen Marburg schaffte damals in 24 Stunden 228,491 Kilometer, Florian Reuß aus Würzburg bei den Männern sogar 246,350 Kilometer.

Zumindest die Frauen-Bestweite könnte fallen, denn mit Aleksandra Niwinska vom polnischen Verein LKS Olymp Blonie hat sich eine Ausnahmeathletin für die Extremdisziplin 24-Stunden-Lauf angesagt. "Sie ist Mitglied der polnischen Nationalmannschaft und läuft immer über 200 Kilometer. Ihre persönliche Bestleistung liegt bei 251 Kilometern", schwärmt Stephan Werner.

Der rechnet die Polin damit zu den heißen Kandidaten auf den Gesamtsieg. Zum Vergleich: Mehr als 200 Kilometer schafften im Vorjahr nur die beiden Ersten bei den Männern - der Holländer Tobias Lundgren und der Ungar Gyula Sarosi -, die dieses Jahr beide nicht dabei sind. Aleksandra Niwinska ist nicht die einzige Starterin, die internationales Flair auf die amtlich vermessene 1199,19-Meter-Runde bringt. In der Startliste finden sich auch Läufer aus Tschechien, Österreich und Belgien. Natürlich wagen sich auch wieder einige Vogtländer an diese extreme Herausforderung. So peilt Jens Walther vom Ausrichterverein seinen achten Start bei dem Wettbewerb an. Auch die Reichenbacherin Anke Weihermüller hat es nicht weit bis zum Start und Ziel im Stadion am Wasserturm.

Ihren Platz im Rundenkarussell gebucht haben auch die für den VLV Oberzwota laufende Markneukirchenerin Mandy Geske und Kathrin Kohlmüller vom VfB Lengenfeld. Insgesamt 75 Einzelstarterinnen und -starter haben sich beim LAV Reichenbach angemeldet. Jeder Einzelne von ihnen hat sich aufgrund der auf sie wartenden Herausforderung einen Heidenrespekt verdient. Ganz besonders verdient den aber Leo Stierhof aus dem bayerischen Schwandorf: Der älteste Teilnehmer des 31. 24-Stunden-Laufs hat im April seinen 80. Geburtstag gefeiert!

13 Staffeln, in denen sich vier Läufer jeweils auf den Runden abwechseln, mischen sich in diesem Jahr ins Feld. Auch diese 52 Läuferinnen und Läufer müssen damit rechnen, dass ihnen dieses Jahr die Frühsommerhitze besonders zusetzt. "Die Wettervorhersage geht zwar von Temperaturen um 21 Grad aus, aber wir sind vorbereitet", sagt Stephan Werner. So wird der Zweckverband Wasser/Abwasser Vogtland für die Läufer eine extra Wasserstelle mit Wasserhähnen und Duschen einrichten. Er nutzt dafür die Gunst der Lage und zapft den Wasserturm direkt am Stadion an. "Außerdem stellen wir ausreichend Kübel und Schwämme bereit", so Stephan Werner.

Lebhaft wird es im Reichenbacher Stadion übrigens schon vor dem Start am Samstag, 10 Uhr. Etliche Läufer schlagen dort schon am heutigen Freitag ihre Zelte auf und übernachten dort, um morgen möglichst ausgeruht den Wettkampf angehen zu können.

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