Tolle Atmosphäre wirkt als Zugpferd

Ihre Mannschaft für die neue Regionalligasaison haben die Ringer des AVGermania Markneukirchen zu Pfingsten vorgestellt. In einer Gewichtsklasse wird es voraussichtlich Probleme geben.

Markneukirchen.

Mit der Mannschaftsvorstellung beim traditionellen Knoblauchfest haben die Ringer des AV Germania Markneukirchen am Samstagnachmittag den Startschuss für die Saison 2019/20 gegeben. Die Verantwortlichen haben es geschafft, das Team aus dem Vorjahr zusammenzuhalten und zusätzlich weitere Ringer zu gewinnen, um die dünne Kaderdecke aus dem Vorjahr zu verstärken. Nur Denny Latzke verlässt den Verein. Er wird künftig wieder für den ASV Plauen in der Landesliga Sachsen antreten.

"Nachdem wir beim letzten Saisonduell des vergangenen Jahres in Frankfurt gar keine kampffähige Mannschaft mehr hatten und nur durch den Kampfgeist des kleinen zusammengewürfelten Häufchens gewannen, soll es in der kommenden Saison weniger nervenaufreibend zugehen", so Trainer André Backhaus.

Erste gute Nachricht für ihn: Mit René Roth meldete sich ein Eigengewächs im Team zurück. Zuletzt verletzungsbedingt außer Gefecht und arbeitsbedingt eingeschränkt, musste der Markneukirchener, der nun in Hof zu Hause ist, auf Einsätze verzichten. "Ich trainiere fleißig, will es noch einmal wissen", gibt sich Roth kämpferisch.

Etwas enttäuscht waren die vielen Zuschauer, als Mannschaftsleiter Jörg Guttmann den Neuzugang im Limit bis 86 Kilogramm im griechisch-römischen Stil verkündete. Hatte man auf einen bekannten Athleten gehofft - Namen wie der des ungarischen Ex-Weltmeisters Peter Bacsi machten schon die Runde - so konnte keiner der Anwesenden mit dem Namen des Ungarn Bence Fulai etwas anfangen. Doch immerhin wurde er Meister seines Landes in dieser stark besetzten Kategorie.

Vorfreude herrscht bei Zugang Friedrich Fouda, den die Germania-Verantwortlichen schon im Vorjahr im Visier hatten. Nun erhielt er vom ASV Plauen das Gaststartrecht für Markneukirchen, wo er nach langer Verletzungspause ein Comeback anstrebt. Der Deutsche Juniorenmeister von 2018 musste wegen einer Schulterverletzung lange pausieren. Mit Nachwuchsringer Marco Stoll verstärkte sich Germania im Limit bis 66 Kilogramm im klassischen Stil. Dafür rückt Maximilian Simon in die höhere Gewichtsklasse bis 71 Kilogramm auf. Simon meldete sich per Videoübertragung von der Europameisterschaft der Junioren aus dem spanischen Pontevedra, wo er allerdings nach seiner Niederlage ausschied. Auch Zugang William Stier sowie Marian Mihalik und Lukasz Dublinowski konnten nicht anwesend sein und grüßten die Fans per Video.

Warum stark umworbene Ringer wie Roman Walter oder Franz Richter lukrative Angebote anderer Teams ausschlugen und in Markneukirchen bleiben, begründet Walter mit der Atmosphäre bei den Heimkämpfen und der Markneukirchner Fanszene, auf die sich auch der erst 16-jährige Sportschüler Marco Stoll freut, der von seinem Leipziger Trainingsgefährten Justin Müller angeheuert wurde. Ob Schwergewichtler Franz Richter nach seinem im Frühjahr erlittenen doppelten Kieferbruch in der kommenden Saison einsatzfähig ist, ließ der Vizeeuropameister der Junioren von 2018 offen. Er hofft auf eine schnelle Genesung und hat auch schon die erste Matteneinheit hinter sich.

Eng wird es auch mit Einsätzen für Tim Bitterling und Lukas Bast, die beide im Endstadium ihres Studiums stehen, auf das sie sich in diesem Jahr konzentrieren. "Im Notfall stehen sie bereit", so Jörg Guttmann. Ein Loch in der Mannschaft konnte nicht geschlossen werden: Die Kategorie bis 57 Kilogramm im Freistil bleibt auch in der kommenden Saison die Achillesferse des AV Germania. Dennoch: Mit dieser Mannschaft ist Markneukirchen Favorit in der Regionalliga Mitteldeutschland. "Doch auch die anderen Teams haben sich gut verstärkt, geschenkt wird uns nichts. Die Fans können sich auf eine spannende Saison freuen", schürt Trainer Andy Schubert die Vorfreude auf die Ende August beginnende Meisterschaftsrunde in der zweithöchsten deutschen Kampfklasse.

Die neue Germania-Mannschaft

Freistil: Klasse bis 61 und 66 kg: René Roth. Klasse bis 66 kg: Roman Walter. Klasse bis 71 kg: Justin Müller. Klasse bis 75 und 80 kg: William Stier. Klasse bis 80 und 86 kg: Julian Gebhard. Klasse bis 86 kg: Anton Noack. Klasse bis 98 und 130 kg: Lucasz Dublinowski. Griechisch-römischer Stil: Klasse bis 57 und 61 kg: Valerij Borgoiakov. Klasse bis 66 kg: Marco Stoll. Klasse bis 71 kg: Maximilian Simon und Lucas Bast. Klasse bis 75 kg: Serjan Simonyan und Tim Bitterling. Klasse bis 86 kg: Bence Fulai. Klasse bis 98 kg: Friedrich Fouda. Klasse bis 98 und 130 kg: Marian Mihalik. Klasse bis 130kg: Franz Richter. Trainer:André Backhaus und Andy Schubert

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