Trainingsfleiß ist sein größtes Talent

Mit einem souveränen Sieg beim Punktwertungsturnier der Jugend 13 hat Tischtennisspieler Erik Balazs jetzt überzeugt. Angespornt wird er von einem Vorbild im eigenen Verein.

Reichenbach.

Viel besser hätte es für Erik Balazs von der SG Blau-Weiß Reichenbach gar nicht laufen können. Zehn Partien musste der zwölfjährige Tischtennisspieler beim Punktwertungsturnier der Jugend 13 in Döbeln Anfang März bestreiten, zehnmal ging er als Sieger von der Platte. "Erik hat das sehr souverän gemacht und insgesamt nur fünf Sätze abgegeben", berichtet sein Trainer Rainer Töpfer. Ein Podestplatz war für den jungen Vogtländer ebenfalls beim Turnier in der Jugend 15 drin. Im Feld der 18 besten Spieler des Freistaats reichte es für Balazs am Ende zu Rang 5. Dass sich sein Schützling in den Duellen mit den fast durchweg älteren Konkurrenten nicht ganz vorn einreihen konnte, sei auch ein wenig der großen Belastung an dem Wochenende geschuldet. "Am Freitagabend hat Erik ja noch drei Spiele im Bezirksklasseteam der Männer absolviert. Und dann ging es Samstagfrüh gleich nach Döbeln", sagt Töpfer.

Seit rund sechs Jahren jagt der Rodewischer dem kleinen weißen Ball nach. Seine ersten Schritte im Tischtennis machte Erik Balazs - der aktuell übrigens Schuhgröße 42 trägt - an der Platte seines Opas. Vater Karsten spielt schon seit seiner Kindheit. Sein Sohn ging anfangs parallel auch noch zum Fußball. "Aber beides auf einem hohen Niveau zu machen, das geht einfach nicht", sagt Karsten Balazs. Die Entscheidung für Tischtennis fiel Erik Balazs nicht schwer: "Das macht mir mehr Spaß." Dass er ein gewisses Talent für die Sportart hat, zeigen die Erfolge. In der Saison 2018/19 gewann er in der U 13 fast alles, nur beim Turnier der Mitteldeutschen Rangliste landete er auf Rang 2, allerdings punktgleich mit dem Sieger. In der aktuellen Saison, die nun vorerst pausiert, läuft es ähnlich gut. Zwar verpasste Erik Balazs die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft der Schüler. Doch er spielt noch zwei weitere Jahre in dieser Altersklasse.

Wo der Weg einmal hingehen könnte, darüber hat sich der Zwölfjährige noch nicht allzu viele Gedanken gemacht. Vorerst will er seine Erfolge aus der U 13 auch in der U 15 und später in der U 18 wiederholen. Um das zu schaffen, trainiert er drei- bis fünfmal pro Woche. Diesen Fleiß sieht Rainer Töpfer als das größte Talent seines Schützlings an. "Wir haben das große Glück, dass unserem Verein die Sporthalle gehört. So haben wir genügend Trainingszeiten. Im Tischtennis lebt man vom Training", erklärt Töpfer. Daneben müsse das Elternhaus mitspielen. Schließlich gelte es, die Kinder viel mit dem Auto draußen herumzufahren.

Was bei der Entwicklung junger Spieler wichtig ist, das weiß der Reichenbacher Trainer aus langer Erfahrung. Vor mehr als 20 Jahren formte er Erik Schreyer zu einem Topspieler, den 15-jährigen Karl Zimmermann führte er zu zwei Mitteldeutschen Meistertiteln. Sein erfolgreicher Vereinskamerad ist auch ein Vorbild für Erik Balazs. "In der Grundschule musste er mal ein Plakat mit seinen Vorbildern machen. Da waren Dimitri Ovtcharov und Karl drauf", erzählt Vater Karsten. Entscheidend auf dem Weg nach oben ist laut Rainer Töpfer neben dem Trainingsfleiß vor allem eines - sich mit älteren Spielern zu messen. "Wer vorn dabei sein will, der muss in einer höheren Altersklasse antreten. Die wichtigen Jahre im Tischtennis kommen so im Alter von 16 bis 18", betont der Trainer.


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