Triathlon: Siege bleiben zum Jubiläum in Plauen

Mehr als 600 Starter an der Talsperre Pöhl - Kai Schönbeck wird Zweiter

Pöhl.

Jana Richter hätte gestern im Ziel die ganze Welt umarmen können. Nach Platz 2 im Jahr 2016 und dem dritten Platz vor zwölf Monaten kam die 41-Jährige vom LATV Plauen doch noch zu ihrem 15. Gesamtsieg beim Pöhler Triathlon. Sie bewältigte die 750 m Schwimmen, 20 km Radfahren und 5,9 Kilometer Laufen in 1:14:29 h und strahlte mit der Sonne um die Wette. "Ich freue mich riesig und konnte den Wettkampf richtig genießen. Es macht Spaß durch die Massen zu laufen. Viele rufen meinen Namen und feuern einen an. Da bekommt man unterwegs Gänsehaut. Schade, dass es so schnell vorbei ist", sagte die Plauenerin, die als Fahrradkurier in der Stadt tätig ist. Sie verwies Lisa Gelfert aus Burkhardtsgrün (1:21:36 h) und Anke Schaarschmidt aus Seifen (1:23:53 h) auf die Plätze 2 und 3.

Dass ausgerechnet zum Jubiläum an der Pöhl erstmals seit langem beide Siege in Plauen blieben, war der Verdienst von Philipp Dressel-Putz. Der 20-Jährige vom SC 06 Plauen, der seine erste Saison in der 1. Triathlon-Bundesliga absolviert hat, stieg schon mit mehr als anderthalb Minuten Vorsprung aus dem Wasser. Am Ende machte er in 1:04:12 h seinen dritten Pöhl-Triumph in Folge perfekt. "Es war aufgrund des Windes vor allem auf der Radstrecke kein einfaches Rennen", sagte der Student, der das Heimrennen als straffe Trainingseinheit für die Deutsche Meisterschaft auf der olympischen Distanz in zwei Wochen gerne mitnahm.

Selbstvertrauen für die WM auf der Halbdistanz Anfang September in Südafrika konnte gestern Kai Schönbeck von der SG Falkenstein als Gesamtzweiter in 1:06:50 h tanken. "Nachdem ich mich auf dem Rad etwas absetzen konnte, habe ich auch auf der Laufstrecke gleich Vollgas gegeben", erzählte der 34-Jährige. Das Siegerpodest komplettierte mit Markus Pohl-Voigt ein Mann vom Skiklub Lauf (1:08:53 h), der bei der vierten Teilnahme im Vogtland zum ersten Mal vorn einkam.

Den Staffelwettbewerb gewannen wie vor einem Jahr die "Sportmuffel Deluxe" mit Alisa Fritzsch vom SV 04 Zwickau, Daniel Kandler von der SG Adelsberg und Denis Kretzschmar vom VSC Klingenthal. "2017 hat es uns überrascht, dass wir als Mixed-Team vorn lagen. Das war der Ansporn, es in diesem Jahr zu wiederholen", sagte Daniel Kandler. Für den Großteil der mehr als 600 Teilnehmer spielte freilich die Platzierung und die Zeit gestern nur eine Nebenrolle. Viele Hobbysportler der Region auch aus anderen Disziplinen nutzten den Wettkampf, um sich zum ersten Mal oder mal wieder im Triathlon auszuprobieren.

Den Gang unter die Duschen unmittelbar hinter der Ziellinie genossen die Schnellsten genauso wie die etwas Langsameren. Der Service kam genauso gut an wie die Neuerung vorm Start. Da die Schwimmstrecke erstmals von der Schlosshalbinsel zum Naturfreibad führte, wurden die Sportler mit Fahrgastschiffen zum Start gebracht. Organisationschef Jörg Schwerdt war sehr zufrieden. "Bis auf Kleinigkeiten, die man immer noch besser machen kann, hat alles gut geklappt", sagte er. 100 Helfer trugen dazu bei, dass die 20. Auflage kaum noch großartig zu toppen sein dürfte.

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