VFC holt ersten Auswärtsdreier mit Köpfchen

Der Plauener Fußballoberligist hat eine sehenswerte Partie beim FC Carl Zeiss Jena II nach Rückstand gedreht und 2:1 gewonnen. Der Trainer fordert trotzdem Geduld vom Umfeld.

Jena.

Der Druck war die ganze Woche über im Vogtlandstadion spürbar. Nach dem Last-Minute-Schock gegen Sandersdorf (3:3) wollte der VFC Plauen mit einem Auswärtssieg beim FC Carl Zeiss Jena II am oberen Tabellendrittel der Fußball-Oberliga dranbleiben. Nach dem so wichtigen 2:1-Erfolg an den Kernbergen können die Plauener am Sonntag, 13.30 Uhr gegen den Tabellendritten Rudolstadt nach Punkten mit den Thüringern gleichziehen. VFC-Trainer Nico Quade mahnt aber zur Geduld. "Die Ungeduld in Plauen ist das, was vielleicht kurzzeitig alles beschleunigt, aber insgesamt den Entwicklungsprozess bremst. Wir müssen lernen, Maß zu halten", stellte er nach dem ersten Auswärtssieg der Saison fest.

In einem sehr guten Oberligaspiel hatten die Plauener schnell gekontert, aber eben nicht präzise genug. "Wenn du diese Gelegenheiten gegen einen starken Gegner nicht nutzt, dann tut er das", bewertete Quade den zwischenzeitlichen Rückstand auf dem Nebenplatz Nummer 3 des traditionsreichen Ernst-Abbe-Sportfeldes. Tom Krahnert (53.) hatte die Gastgeber nach einer Ecke in Führung gebracht.

Ab jetzt war aus Plauener Sicht alles nur noch Kopfsache. Und die Vogtländer schlugen auch umgehend zurück. Nach einer Flanke von Ivan Franjic köpfte der zuletzt fehlende Philipp Röhr (54.) zum 1:1 ein. Danach fehlte Patrick Grandner bei seinem Kopfball das Glück des Tüchtigen. Kurz darauf musste sich der aus Mühltroff stammende Jenaer Torhüter Jakob Pieles erneut geschlagen geben. Silvano Varnhagen (68.) köpfte die Freistoßflanke von Alexander Morosow zur Plauener Führung ein.

Beide Teams schenkten sich nichts. Aber die Plauener Führung hielt. Dem von den Gästen wegen seiner Leistung scharf kritisierten Schiedsrichter Dirk Meißner rief VFC-Trainer Nico Quade in der 97. Minute zu: "Sie können jetzt abpfeifen. Wir geben das Ding nicht mehr her." Und so feierten die 50 mitgereisten VFC-Fans den ersten Auswärtssieg, während Jena II das fünfte Heimspiel in Folge verloren hatte. Eine Weiterentwicklung der VFC-Mannschaft ist unverkennbar. Assistenztrainer Sven Römhild richtete seinen Blick auf die nächste Partie: "Wir müssen Rudolstadt genau beobachten und dürfen nichts dem Zufall überlassen." Quade fügte hinzu: "So wie wir nach diesem dummen 3:3-Ausgleich gegen Sandersdorf nicht gleich alles in Frage stellen dürfen, so dürfen wir jetzt nicht gleich in Euphorie verfallen. Wir sind Außenseiter gegen Rudolstadt."

Statistik

VFC Plauen: Kallisch, Kamaraj, Färber, Schumann, Guzlajevs, Varnhagen, Röhr, Morosow, Grandner (88. Grossert), Franjic (75. Zimmermann), Hauck; Tore: 1:0 Krahnert (53.), 1:1 Röhr (54.), 1:2 Varnhagen (66.); SR: Meißner (Zahna-Elster); Zuschauer: 97.

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