VFC Plauen enttäuscht seine Fans im letzten Saisonheimspiel

Der Fußball-Oberligist unterlag gestern dem SV Merseburg 1:4 (1:2). Auf ein Aufbegehren der Heimmannschaft warteten die Anhänger vergeblich.

Plauen.

Es kann im neuen Spieljahr nur besser werden - mit diesem Stoßseufzer haben viele der letzten getreuen VFC-Fans gestern Nachmittag das Vogtlandstadion verlassen. Die fünfte Punktspielniederlage in Folge war eine ganz bittere, weil die Mannschaft im letzten Heimspiel der Saison noch einmal das ganze Dilemma der vergangenen Wochen vor Augen führte. Mit Merseburg gewann gestern nicht etwa die spielstärkere Mannschaft, sondern die, welche ihre Chancen cleverer nutzte - wie so oft in dieser Saison. Die wird der VFC, der am Samstag 114 Jahre alt geworden war, nur aufgrund der Schwäche der Konkurrenz dennoch auf einem einstelligen Tabellenplatz beenden. Nichts worauf man stolz sein könnte.

Kurios: Vier der fünf Tore gestern fielen durch Standardsituationen. Auf das sehenswerte 0:1 der Gäste durch einen von Martin Fiebiger in der 14. Minute direkt verwandelten Freistoß hatten die Plauener immerhin eine schnelle Antwort parat. Jonas Mack köpfte neun Minuten später eine Freistoßflanke zum 1:1 in die Maschen. Lange freuen konnten sich die Plauener Fans - noch ganze 390 Zuschauer hatten sich auf den Rängen des Vogtlandstadions verloren - über den Ausgleich nicht. In der 27. Minute zeigte Schiedsrichter Stephan Reuter unter Protest der VFC-Spieler auf den Punkt: Foulelfmeter. Fiebiger ließ sich die Chance nicht entgehen und traf zum 2:1 für Merseburg. Bei diesem Stand ging es auch in die Pause.

Nach Wiederanpfiff bemühten sich die Plauener zwar um den Ausgleich, blieben aber viel zu ideenlos, um den Gegner wirklich im Verlegenheit zu bringen. So kam, was kommen musste: Ein weiterer Foulstrafstoß, diesmal von Stylianos Naka verwandelt (59.), brachte Merseburg endgültig auf die Siegerstraße. Wer danach wenigstens auf ein Aufbäumen der Heimmannschaft wartete, sah sich enttäuscht. Die Männer von Trainer Nico Quade ergab sich mehr oder weniger ihrem Schicksal.

Mit Wehmut haben da die älteren VFC-Anhänger auf die Merseburger Trainerbank geschaut, denn da saß einer, der sie an sehr viel bessere Tage im Vogtlandstadion erinnerte: Irakli Gemazashvili. Der hatte von 2000 bis 2003 das VFC-Trikot getragen, zu Zeiten, in denen die Plauener zu den Spitzenteams der Oberliga - damals die vierthöchste Spielklasse - zählte.

Das 1:4 durch Abdel Aziz el Gourmat in der Nachspielzeit, das einzige wirklich herausgespielte Tor, änderte an der Grundstimmung im weiten Rund ohnehin nichts mehr. Das Ergebnis des letzten Saisonspiels am Pfingstsonntag beim Brandenburger SC Süd hat ohnehin nur noch statistischen Wert.

VFC: Dersewski - Bauer, Morosow, Keller, Mack (82. Dolle), Schumann, Guzlajevs, Albustin, Franjic, Röhr, Grandner (56. Fritzlar). Tore: 0:1 Fiebiger (14.), 1:1 Mack (23.), 1:2 Fiebiger (27./Elfmeter), 1:3 Naka (59./Elfmeter), 1:4 El Gourmat (90+2). SR: Reuter (Oberland). Zuschauer: 390.

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