Vorsitzender setzt sich noch nicht ganz zur Ruhe

Über 50 Jahre war Bernd Klier im vogtländischen Verband der Tischtennisspieler tätig. Mit viel Beifall wurde er nun verabschiedet.

Plauen.

Seit 1968 hat der Plauener Bernd Klier in diversen Verbandstätigkeiten den Tischtennissport des Vogtlands geprägt. Jetzt ist der Vorsitzende des Kreisfachverbandes Vogtland mit gebührendem Applaus in den Ruhestand verabschiedet worden. Sogar der Präsident des Sächsischen Tischtennisverbandes, Thomas Neubert, war nach Plauen gekommen. Im Haus Vogtland erhoben sich die Vereinsvertreter während der Jahreshauptversammlung. "Lieber Bernd! Ich verleihe dir unsere Ehrenmedaille in Gold. Deine Verdienste sind unbeschreiblich groß", sagte Neubert in Richtung Bernd Klier. Der 72-Jährige war den Tränen nahe, doch dann übernahm er schnell wieder mit seiner bescheidenen Art das Zepter. "Es ist gut. Bitte lasst uns mit der Wahl fortfahren", stoppte der gefeierte Held des Ehrenamtes den Applaus gleich selbst.

Mit ihm ging auch Bodo Deeg von der Kommandobrücke, der ebenso hochgradig geehrt und gewürdigt wurde. Voller Stolz hatte Bernd Klier bereits vorab kundgetan: "Ich bin sehr dankbar, dass wir das Glück haben, jüngere Nachrücker einarbeiten zu können. Das ist nicht selbstverständlich." Die anwesenden Vereinsvertreter wählten mit überwältigender Mehrheit Oliver Großpietzsch von der SpVgg Heinsdorfergrund zum Vorsitzenden sowie Mathias Bohne vom VfB Lengenfeld zum Stellvertreter und Sportwart. Horst Lorenz vom TTV Auerbach wird Finanzwart und Mike Böhmer (TTV Tirpersdorf) Jugendwart. Zudem wurden Mario Wolf, Daniela Pflug und Frank Kropfgans ins Kreisschiedsgericht gewählt. Kassenprüfer sind Matthias Adler und Markus Klinger. Die bisherigen Vorstände übergaben den Nachfolgern einen gesunden Kreisfachverband, in dem 1139 Mitglieder in 32 Vereinen organisiert sind.

"Auffällig ist, dass 29 Prozent unserer Mitglieder zwischen null und 18 Jahren jung sind und weitere 20 Prozent über 60 Jahre. Das heißt, nur noch die Hälfte unserer Mitglieder ist statistisch im besten Tischtennisalter", stellt Bernd Klier fest. Insgesamt aber gehört die Sportart nicht zu den Krisenherden im deutschen Sport. Bernd Klier wird sich übrigens noch nicht ganz zur Ruhe setzen. Der Diplom-Ingenieur für Maschinenbau arbeitet weiter beim Post SV Plauen als Abteilungsleiter. "Diese Zeit nehme ich mir gern", betont der ehemalige Qualitätsmanager des Autohauses Oppel, der vor acht Jahren in Rente gegangen ist.

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