VSV macht aus 0:2 ein 3:2

Was für ein Saisonstart: Nach einem scheinbar aussichtslosen Rückstand gegen dem amtierenden Meister USV TU Dresden gewannen die Oelsnitzer Regionalligavolleyballer ihr erstes Punktspiel. Nur die angesetzten Referees bekamen davon nichts mit...

Oelsnitz.

Das erste Spiel der Saison 2019/20 wird den Oelsnitzer Regionalligavolleyballern wohl länger im Gedächtnis bleiben. Einen 0:2-Rückstand gegen den Vorjahresmeister USV TU Dresden verwandelten die Hausherren noch in einen 3:2-Sieg (20:25, 16:25, 25:15, 25:23, 17:15). In der Vorsaison hatten noch die Landeshauptstädter mit 3:2 im Vogtland triumphiert.

Auf Seiten der Einheimischen fehlten neben dem langzeitverletzten Stephen Sehr und Sascha Singer, der sich im abschließenden Testspiel gegen Marktredwitz einen Bänderriss zugezogen hatte, auch der kurzfristig erkrankte Ben Becher. Die eigentlich angesetzten Schiedsrichter glänzten gleich mal komplett mit Abwesenheit, allerdings unverschuldet. Sie steckten kurz vor dem Ziel zwischen Reichenbach und Treuen in einer Vollsperrung auf der Autobahn fest. Daher einigte man sich auf die beiden Oelsnitzer Matthias Hanitzsch und Thomas Findeisen als Spielleiter. Sie pfiffen die Begegnung mit 20 Minuten Verspätung an und machten ihre Sache prima.

Das konnte man von den VSV-Akteuren anfangs noch nicht wirklich sagen. Ihr Spiel war noch mit zu vielen Fehlern behaftet. So erarbeiteten sich die Gäste einen kleinen Vorsprung, den sie allerdings beim Stande von 17:17 wieder eingebüßt hatten. Ausgerechnet jetzt ließen sich die Einheimischen wieder die Butter vom Brot nehmen und unterlagen 20:25.

Der zweite Durchgang verlief noch viel deutlicher zugunsten der Dresdener und die Halle blieb ungewohnt ruhig. Fünf oder sechs Zähler lagen die Universitätssportler stets vorn, gegen Satzende wurde ihr Vorsprung sogar noch größer. Nach dem 16:25 aus Oelsnitzer Sicht glaubten sicher nicht mehr viele der 254 Zuschauer an einen Erfolg des VSV.

Aber die Dresdener spielten ab dem dritten Satz, als hätten sie die Begegnung längst gewonnen. Ein Umstand, der den Gastgebern zugute kam, die nun nach taktischen Umstellungen von Trainer Alexander Krug und mit dem Wissen, nichts mehr zu verlieren zu haben, plötzlich locker aufspielten. Spätestens als Routinier Jürgen Hanitzsch den Ball zur 10:5-Führung für Oelsnitz ins Dresdener Feld schmetterte, war auch das Publikum wieder da. Und der Glaube bei den Spielern, doch noch etwas bewegen zu können. Nun erkämpfte sich der VSV einen ordentlichen Abstand vom Gegner und brachte den Spielabschnitt über die Stationen 19:12 und 21:13 sicher nach Hause. Am Ende stand beim 25:15 sogar ein Zehn-Punkte-Vorsprung.

Während sich Dresden wohl immer noch in relativer Sicherheit wiegte, ging es im vierten Satz recht eng zu. 7:7, 10:10 oder 13:13 hieß es, bevor sich Oelsnitz auf vier Zähler Vorsprung absetzte. Zwar vergab der VSV zwei Satzbälle, doch letztlich reichte auch das 25:23 zum Gewinn des Spielabschnitts.

Im Tiebreak musste nun die Entscheidung fallen. Beim 5:4 gingen die Oelsnitzer erstmals in Führung, die danach mehrfach wechselte. Einen Matchball verballerten die Vogtländer beim Stand von 15:14, doch dann ließ ein Block von Jürgen Hanitzsch und Neuzugang Michael Wagner aus Tröbnitz, der sein erstes Punktspiel für den VSV bestritt, die Halle das entscheidende 17:15 bejubeln.

Da musste auch VSV-Trainer Alexander Krug erst einmal lange durchatmen: "Wir haben uns zu Beginn durch dumme Fehler das Leben selbst schwer gemacht. Nach dem 0:2 mussten wir das Risiko erhöhen, und auch die Umstellungen haben gefruchtet. Und auch die Tatsache, dass sich Dresden wohl schon zu sicher fühlte. Am Ende hat auch das Publikum mitgeholfen, dass sich die Mannschaft in einen kleinen Rausch gespielt und sich doch noch belohnt hat."

Oelsnitz: Meinhold, Claus, Schubert, J. Hanitzsch, Neuber, Böhm, Schannwell, J. Krug, Masur, Wagner

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