Walter entscheidet Duell zweier Trainingskameraden für sich

In Regionalliga haben die Ringer des AV Germania Markneukirchen beim RV Lugau 29:6 gewonnen. Erstmals verlor ein Germane diese Saison dabei einen Kampf.

Lugau.

Die Regionalligaringer des AV Germania Markneukirchen haben nach zwei Heimsiegen nun auch den ersten Auswärtserfolg in der noch jungen Saison gelandet. Beim RV Eichenkranz Lugau gewannen sie deutlich mit 29:6.

Im Erzgebirge feierte Markneukirchens Eigengewächs Rene Roth (61 kg/GR) ein eindrucksvolles Comeback. Nach einer Minute und 18 Sekunden hatte der 39-jährige Routinier seinen jungen Gegner Moritz Frey auf beide Schultern gedrückt. "Ich bin verletzungsfrei, habe Spaß am Ringen", so der Antrieb des Sportlers, der in Markneukirchen das Ringer-ABC erlernte, nach vielen Verletzungen und einem Jahr Auszeit in der Regionalliga noch einmal anzugreifen. "Zudem musste ich zuletzt viele Niederlagen hinnehmen, so will ich nicht aufhören", so Roth bei der Mannschaftsvorstellung im Mai. Eigentlich ist er ja Freistilspezialist, doch in Lugau zeigte Roth, dass er auch im ungewohnten griechisch-römischen Stil gut zurecht kommt.

Als Rene Roth im dritten Duell des Abends seinen schnellen Schultersieg einfuhr, war der AV Germania schon auf der Siegerstraße, denn Valerij Borgoiakov (55 kg/FR) hatte den Polen Robert Dobrodziej kurz nach Beginn der zweiten Kampfrunde im ungewohnten Freistil mit 20:2 ausgepunktet und Franz Richter (130 kg/GR) machte nicht viel Federlesens mit Patrick Thiel, den er nach einer Minute und 42 Sekunden mit 16:0 ausgerollt hatte.

Nach dem Schultersieg von Rene Roth gab es erstmals auch Jubel bei den Lugauer Fans, denn Lukasz Dublinowski (98 kg/FR) fand gegen Lugaus polnischen Neuzugang Krysztof Sadowik nicht in den Kampf und unterlag nach sechsminütiger Kampfzeit mit 0:5. Für Germania war es die erste Niederlage in einem ausgetragenen Kampf in dieser Saison überhaupt, was ihre diesjährige Stärke der unterstreicht.

Einen Höhepunkt gab es noch vor der Halbzeit. Roman Walter stand im Limit bis 66 Kilo Lugaus Tim Hamann gegenüber, der an der Sportschule in Leipzig lernt und gemeinsam mit Walter am Leistungszentrum trainiert. Beide kennen sich genau und so stand der Kampf auf Messers Schneide, wobei der Germania-Ringer die Nase beim knappen 6:5-Sieg am Ende vorn hatte. Nach fünf von zehn Begegnungen führte Markneukirchen deutlich mit 13:2.

Nach der Pause hob Kampfrichter Benjamin Stark (Pausa) die Hand von Anton Vieweg zum Zeichen des Sieges. Der Lugauer strich vier Punkte kampflos ein, da Markneukirchen im Limit bis 86 Kilogramm keinen Kämpfer aufbot. Dann gab es nur noch Germania-Siege: Maximilian Simon (71 kg/GR) ließ Frederik Esser keine Chance, bereits nach 1:46 Minuten hatte er seinen Gegner auf den Schultern. Auch Julian Gebhard (80 kg/FR) erzwang gegen Toni Peprny in letzter Sekunde den 18:2-Sieg und damit ebenfalls vier Mannschaftspunkte für Germania.

William Stier (75 kg/FR) wollte nicht nachstehen: In nur 58 Sekunden brannte der Zugang aus Aue ein technisches Feuerwerk ab und besiegte Martin Richter mit technischer Überlegenheit (18:0) vorzeitig. Im letzten Duell des Abends verletzte sich Lugaus Schlussringer Marco Scherf bei einem Wurf von Serjan Simonyan (75 kg/GR) und gab den Kampf nach nur 33 Sekunden auf.

"Es war ein recht einseitiger Kampf, bei dem wir den Sieg frühzeitig in der Tasche hatten", hakte Germania-Trainer Andy Schubert die Begegnung ab und blickt bereits auf den nächsten Gegner, wobei es gegen den RSK Gelenau - dann wieder vor heimischer Kulisse - deutlich schwerer werden dürfte.

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