Wasserballer gewinnen doppelt

Bundesligist SVV Plauen liegt in der Halbfinalserie gegen Neustadt nun 2:1 vorn. Die Trainerkritik nach dem Samstagsspiel nahm sich die Mannschaft gestern gleich zu Herzen.

Plauen.

SVV-Kapitän Alexander Fritzsch gab gestern Mittag die Marschrichtung gleich mal vor: "Wir machen in Neustadt den Sack zu." Denn mit einem Sieg in der vierten Partie der Halbfinalserie am nächsten Samstag können die Plauener Bundesliga-Wasserballer den Einzug ins Endspiel der B-Gruppe perfekt machen. Nachdem die Mannschaft von Trainer Jörg Neubauer sowohl am Samstagabend (13:10) als auch gestern (18:9) jeweils gewann, führt der SVV in der Best-of-Five-Serie 2:1. Nur noch ein Erfolg fehlt jetzt.

Zwar lag Neustadt in beiden Partien kein einziges Mal vorn, rundum zufrieden war Jörg Neubauer mit der Leistung seines Teams aber nicht. Besonders am Samstag machte er einige Schwächen bei den Plauenern aus. "Das letzte Viertel war schlecht. Die Spieler waren einfach zu unkonzentriert und zum Beispiel im Zurückschwimmen zu nachlässig", so der Coach. Seine Kritik äußerte er jedoch bewusst nicht direkt nach der Partie. Aufgrund der kurzen Pause stand da die Regeneration im Mittelpunkt. Erst bei der Vorbereitung gestern Vormittag sprach Neubauer die Dinge an.

Und seine Mannschaft setzte die Vorgaben des Trainers gut um, hielt zum Beispiel das Tempo bis zum Ende hoch und ließ Neustadt so seine konditionelle Stärke spüren. Im dritten und vierten Viertel schwammen die Gäste gar nicht mehr mit an und überließen dem SVV so direkt den Ball. Demotivierend dürften für die Neustädter auch zwei Szenen am Ende der ersten beiden Viertel gewesen sein. Nachdem die Hausherren in beiden Abschnitten schon mit drei Toren vorn lagen, kämpften sich die Gäste jeweils bis auf einen Treffer heran. Doch vier sowie eine Sekunde vor Abpfiff gelang Plauen noch ein Tor. In den letzten acht Minuten dann machte es der SVV deutlich besser als am Samstag, wo nur zwei Treffer gelangen. Mit teils sehenswerten Kombinationen waren die Gastgeber noch sechsmal erfolgreich und schraubten das Ergebnis auf 18:9. Anteil daran hatte auch Nachwuchsspieler Laurence Bolman, der sich in einer Szene gut gegen seinen Gegenspieler durchsetzen konnte und schließlich sehr gut auf Lasse Iffland passte.

Auf Bolman und Maximilian Kaminke muss Jörg Neubauer am nächsten Samstag in Neustadt aber verzichten. Die beiden sind an dem Tag mit dem U-18-Team im Einsatz. In Spiel 4 will der SVV dann an die Leistung von diesem Wochenende anknüpfen. Zu viel Druck werden sich die Plauener aber nicht machen. Bei einer Niederlage würde es am 18. April zwar zum entscheidenden fünften Spiel im heimischen Stadtbad kommen. "Ich habe aber schon gehört, dass es für Neustadt schwer wird, dann ein schlagkräftiges Team zusammenzubekommen. Uns würde das bei dem Termin am Mittwoch ähnlich gehen, aber wir haben ja den Heimvorteil", so Neubauer, der beim Training in den nächsten Tagen die Spannung bei seiner Mannschaft aufrecht erhalten muss. Neben dem Üben von taktischen Varianten steht auch das körperliche Spiel im Mittelpunkt: "Neustadt ist da zum Teil ganz schön aggressiv. Davon dürften wir uns nicht provozieren lassen."

SVV Plauen: Serio - Soltész (1 Tor), Schubert (1), Karteszi (9), Fritzsch (2), Koltai (1), Korpacsi (5), Kerschbaum (2), Iffland (1), Párkanyi (4), Roßner (2), Bolman (3), Kaminke.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...