270 Teilnehmer trotzen der Kälte

Beim 20. Werdauer Herbstmarathon ist es am Sonntag vor allem im Paarlauf-Wettbewerb spannend geworden. Der Sieger über die klassische Distanz verabschiedet sich bald in wärmere Gefilde.

Werdau.

Jürgen Steiner vom DJK Weiden hat kurzen Prozess gemacht. Der 57-Jährige setzte sich beim Werdauer Herbstmarathon bereits kurz nach dem Start nach vorne ab und ließ sich bis ins Ziel die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Nach 3:03,29 Stunden überquerte der Mann aus der Oberpfalz die Ziellinie an der Sportschule. "Zum einen habe ich hier meinen 185. Marathon absolviert, zum anderen konnte ich meinen zweiten Platz aus dem Vorjahr verbessern", freute sich Jürgen Steiner, für den die Saison allerdings noch längst nicht zu Ende ist. In drei Wochen will er den nächsten Marathon laufen - im portugiesischen Madeira, wo das Wetter sicherlich wärmer sein wird als gestern in Werdau.

Drei Grad plus, eine hohe Luftfeuchtigkeit und vor allem der auf den Streckenteilen im Wald teils dichte Nebel machten den Läuferinnen und Läufern zu schaffen. "Durch die Kälte hatte ich am Anfang unangenehm kalte Hände. Die Veranstaltung als letzter sächsischer Marathon des Jahres ist aber eine tolle Sache", meinte mit dem Dresdner Martin Bornhäuser der Gesamtzweite des Männer-Marathons. Er kam mit vier Minuten Rückstand auf Jürgen Steiner ins Ziel. Dritter wurde der Fraureuther Sven Thiele vom Triathlon-Team Vogtland.

Schnellste Frau auf der Marathon-Distanz war Christine Fischer von der LG Exa Leipzig, die sich bei Kilometer 32 von ihren Konkurrentinnen absetzte und nach 3:35:20 Stunden im Ziel war. "Ich lief lange Zeit mit meiner Freundin Maria Tornack zusammen, ihr fehlte für die restlichen Kilometer aber die Kraft", sagte Christine Fischer über die entscheidende Situation. Maria Tornack kam drei Minuten später ins Ziel, weitere dreieinhalb Minuten später hatte Jacqueline Kaldenhoff aus Mittweida die 42 Kilometer geschafft.

Um einiges spannender ging es bei den Männern im Marathon-Paarlauf zur Sache. Nach der ersten Runde führte das Team "SG Adelsberg" mit Stefan Seidel vor "LaufKulTour Chemnitz" mit Clemens Degenhardt und "Roll & Run" aus Gera mit Torsten Kunath. Die Thüringer setzten sich mit Sebastian Harz in der zweiten Runde zwei Kilometer vor dem Ziel an die Spitze und distanzierten die Adelsberger - hier lief nun Tom Parton - am Ende um knapp 50 Sekunden. Das Siegerteam kam nach 2:37:27 Stunden im Ziel an. Florian Franke lief für das Chemnitzer Team am Ende nach 2:57:29 Stunden auf Rang 3.

Allerdings musste sich die "LaufKulTour" in der Gesamtwertung mit Torsten Hentschel/Kristin Zimmermann von der HSG Turbine Zittau noch dem schnellsten Mix-Team geschlagen geben. Die Lausitzer brauchten lediglich 2:52:08 Stunden, wobei Kristin Zimmermann bereits zum dritten Mal auf der obersten Stufe des Siegerpodestes in Werdau stand. "Das ist mein dritter Sieg in Folge, auch wenn ich in den beiden letzten Jahren einen anderen Teampartner hatte", sagte die Siegerin mit einem Lachen.

0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...