Benzingeruch liegt in der Luft

In Oberwiera haben am Wochenende mehr als 400 Motorsportler Staub aufgewirbelt. Der MC als Veranstalter feierte auch sportliche Erfolge.

Oberwiera.

Schon vor dem ersten Startschuss war für den MC Oberwiera klar, dass ihnen am Wochenende ein großes Spektakel bevorstehen wird. Mehr als 400 Fahrer erwarteten sie als Veranstalter an den beiden Wettkampftagen in der Sandgrube für spannende Wettbewerbe.

Bereits beim Auftakt am Samstag waren zum Endlauf der Mitteldeutschen- und Sachsen-Meisterschaft im Motorrad-Biathlon 103 Fahrer und fünf Fahrerinnen erschienen. In neun verschieden Klassen - ab sechs Jahren bis zu den Senioren - lieferten sie packenden Motorsport in einem gut organisierten Rahmen ab. "Ich feierte meinen 60. Geburtstag in dieser Woche und fahre seit 35Jahren Motorrad. Der Zusammenhalt der Mitglieder des Vereins fällt einem auf, die Hilfsbereitschaft gleicht einer Familie - ich komme hier gern zum Rennen", sagt Lutz Schreck aus Ehrenhain.

Der Oberwieraer Verein verließ sich dennoch nicht allein auf sein organisatorisches Talent, sondern schickte auch erfolgreiche Fahrer an den Start: Favorit Jörn Quellmalz mit seiner 350-ccm-KTM bestätigte nach seinem Lauf den Sieg und wurde Mitteldeutscher Meister der Senioren ab 45 Jahren. Die Rennstrecke selbst liegt dem 47-Jährigen im Blut, eine ruhige Hand wird beim Schießen dennoch benötigt, wie er erklärt: "Wir haben insgesamt sechs Schuss, fünf davon müssen treffen. Sollte das nicht der Fall sein, bekommen wir pro Fehler eine Strafrunde aufgebrummt. So etwas kostet wichtige Zeit." Dem Veranstalter ist es überlassen, Strafrunden zu erteilen oder Strafminuten auf die Endzeit zu zählen. "Beides ist nicht günstig und kann tatsächlich Plätze kosten." Das weiß auch der Vereinsvorsitzender des MC Neustadt/Orla, Gerhard Luding. Mit 22 Fahrern fand er auch in diesem Jahr den Weg in die Sandgrube. Und diese strichen bei der Siegerehrung etliche Pokale ein: Kai Fröhner erreichte gleich in drei Klassen den Titel.

Mit einer Unterbrechung nach dem unglücklichen Sturz eines Fahrers bereits im ersten Lauf wurde der Zeitplan etwas gestrafft. "Wir warten, bis der Unfallort gesichert ist und legen großen Wert auf Erste Hilfe und sportliches Verhalten aller Teilnehmer", sagte Kevin Olbrich. Der Vorsitzende des MC Oberwiera zählte am Wochenende auf sein Organisationsteam, das am Sonntag die Fahrer des Sächsischen-Offroad-Cups (SOC) begrüßte. Darunter war mit Pascal Olbrich ein einziger Fahrer des Gastgebervereins, der sich neben knapp 300 anderen Zweiradhelden den Strapazen des dreistündigen Laufes stellte. "Die Strecke wird in diesem Jahr andersherum gefahren. Sehr spannend, denn obwohl man jede Ecke kennt, verliert der Kopf bei der Fahrt den Überblick", sagt Olbrich. Mit dem Start des Belgiers Roel Geurts bekam das sportliche Event sogar internationales Flair und bestätigte seinen Bekanntheitsgrad weit über die sächsischen Landesgrenzen hinaus.

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