FSV Zwickau begrüßt sein 2000. Mitglied

Die Fans des Aufsteigers müssen weiter auf den ersten Heimsieg im neuen Stadion warten. Trotz der Niederlage gab es einen Grund zur Freude.

Zwickau.

Es geht rasant aufwärts beim FSV Zwickau. Zumindest, was die Mitgliederzahlen angeht.

2000er-Marke übertroffen: Nach dem Aufstieg in die Regionalliga im Mai 2012 (damals 744 Mitglieder) hatte man zunächst die 1118 als Kampfziel ausgegeben - das Gründungsjahr der Stadt. Am 15. August 2015 war endlich die magische Marke von 1000 Vereinsmitgliedern erreicht. Weniger als ein Jahr später wurde am 16. Juni mit Tim Nickel das 1500. Mitglied in die rot-weiße Familie aufgenommen. Nun ist die 2000er-Marke geknackt worden. Gina Busch wurde in der Halbzeitpause am Sonntag ihre Mitgliedskarte überreicht. Die 20-jährige Zwickauerin erhielt außerdem wunschgemäß ein Trikot von René Lange. Laut Vorstandssprecher Tobias Leege will der FSV als nächstes Ziel die 2500 anpeilen, um den ESV Lok Zwickau (2315) als mitgliederstärksten Verein des Landkreises zu überflügeln.

Die Zuschauerzahl lag vorgestern mit 6891 Besuchern erneut über dem kalkulierten Schnitt. Das wird den Schatzmeister freuen. Allerdings fanden 1000 weniger Fußballanhänger den Weg ins neue Stadion als beim Donnerstagabendspiel gegen Magdeburg. Damals waren vielleicht noch viele Neugierige dabei, die keine Karte fürs Pokalspiel ergattern konnten. Ein Trend ist daraus aber noch nicht abzuleiten.

Der FSV-Fanblock (Tribüne B) gab im Unterschied zum Gästeanhang kein homogenes Bild ab. "Wir haben Heimspiel in Zwickau" höhnten die Erfurter Anhänger. Wie schon gegen Hamburg und Magdeburg wirkte der Gästeblock monolithisch, mit lautstarkem Gesang wie aus einer Kehle. Beim FSV müssen sich die verschiedenen Gruppen, von Red Kaos bis A-Block, nach Jahren der Trennung auf verschiedenen Blechtribünen erstmal zusammenfinden. Der Wechselgesang mit den Längstribünen klappte aber wieder gut.

Ronny König durfte diesmal den Expertentipp auf der Internetplattform liga3-online.de abgeben. Die Ergebnisse der drei Freitagpartien hat er sogar allesamt exakt richtig vorausgesagt. "Ein wahrer Tippkönig", kommentierte André Petzold auf Facebook. Mit den Prognosen fürs Wochenende lag er aber oft daneben. Leider auch bei Zwickau.

Das Blaue Wunder hat dem Belastungstest standgehalten. Es pilgerten wahrscheinlich noch nie so viele Leute über die Brücke in Eckersbach-Mitte, die schon an etlichen Stellen Rost angesetzt hat. Ob es beim nächsten Heimspiel einen ebensolchen Ansturm geben wird, hängt vom Ergebnis des Derbys am Freitagabend beim CFC ab.


Kommentar: Teures Lehrgeld

Wie gut könnte der FSV in der Tabelle dastehen, wenn man nicht schon etliche Punkte verschenkt hätte, angefangen von Mainz über Wiesbaden bis Erfurt. Vorgestern haben eklatante eigene Fehler zur Niederlage geführt. Einmal mag man dem Neuling einen so fatalen Rückpass im Spiel noch zugestehen, doch zweimal der gleiche Patzer in einer Halbzeit bedeutete den Genickbruch. Der Aufsteiger zahlt teures Lehrgeld. Am Sonntag hat gewiss auch der Schiedsrichter-Trio dazu beigetragen, das einem aus Sicht vieler Besucher regulären Zwickauer Treffer die Anerkennung versagte. Da fehlt eben die Torlinientechnik. Doch alles Schimpfen auf die Unparteiischen, effektheischendes Herumgewälze gegnerischer Spieler nach vermeintlichen Fouls oder cleveres Zeitschinden helfen nichts. Die Punkte sind weg. Nun muss eben am Freitag beim CFC ein Sieg her.

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