Grubenlampe geht im Derby unter

Eine deutliche 18:36-Niederlage kassierten die Zwickauer Sachsenliga-Handballer am Samstag gegen Glauchau/Meerane. Dabei begann die Partie sehr gut.

Zwickau.

So hatten sich das Mannschaft und Fans sicher nicht vorgestellt: Statt wie beim knappen 20:19-Sieg des ZHC Grubenlampe in der Hinrunde beim HC Glauchau/Meerane bot die Partie am Samstag in der Sporthalle Neuplanitz nur wenig Spannung. Vor 400 Zuschauern verloren die Gastgeber klar 18:36 (10:16) gegen den Spitzenreiter. Zwar ist Zwickau weiterhin Tabellendritter der Sachsenliga, auf Glauchau/Meerane hat der ZHC nun aber bereits fünf Punkte Rückstand.

Das Derby begann aus Sicht der Hausherren zunächst vielversprechend. Nach sieben Minuten lag Zwickau 5:1 vorn, der sechste Treffer fiel aber erst zehn Minuten später. In der Zwischenzeit hatten die Gäste neunmal in Folge getroffen und die Partie so zu ihren Gunsten gedreht. Als Christian Staude den Ball zum 11:6 für Glauchau/Meerane versenkte, war es das 350. Saisontor für den stärksten Angriff der Sachsenliga. "Es war ein schönes Spiel für uns. In der Abwehr hat die Abstimmung zwischen dem Block und Torhüter prima geklappt", so Christian Staude. Seine Mannschaft legte in der zweiten Halbzeit sogar noch eine Schippe drauf. Nach dem 26:16 (44. Minute) folgte ein 10:1-Lauf für die Gäste bis zum 36:17 (58.). "Wir haben über 60 Minuten das Tempo sehr hoch gehalten. Das war ein wichtiger Punkt für den Sieg. Wir konnten Zwickau mit seinen sehr erfahrenen Leuten auch in der Rückzugsbewegung unter Druck setzen", sagte HC-Trainer Mario Schuldes. Die sich bietenden Chancen wurden von Glauchau/Meerane eiskalt genutzt. Aus dem siegreichen Team ragten der überragende Torhüter Ludek und Rückraumspieler David Kylisek, der den Angriff prächtig führte, besonders heraus.

"So haben wir uns das Spiel nicht vorgestellt. Wir hatten zu viele technische Fehler. Ich muss diese hohe Niederlage erst einmal ganz in Ruhe analysieren", erklärte ZHC-Trainer Silvio Schmidt nach dem Schlusspfiff. Gerade im Positionsangriff habe die Mannschaft über 60 Minuten fahrlässig gespielt, so Kapitän Torsten Koska: "Wir wurden durch viele Kontertore bestraft. Über das ganze Spiel betrachtet, ist der Sieg für Glauchau/Meerane vollkommen verdient." Zwar gelang dem Zwickauer Kreisspieler Marko Cosic beim 16:26 (44.) sein 100. Saisontor, doch darüber kam keine Freude auf. In der zweiten Halbzeit erhielten John Kretzschmar (39.) und Christian Staude (56.) die rote Karte.

Nach dem elften Sieg in Folge steht der HC Glauchau/Meerane (22:2 Punkte) weiter an der Tabellenspitze der Sachsenliga. Auf Rang 2 folgt Görlitz mit drei Zählern Rückstand, Zwickau ist mit 17:7 Punkten Dritter.

StatistikZwickau: Kropp, Zergiebel; Madzovski (2), Vala (2), T. Koska (1), Kretzschmar (1), Krejcirik (1), Schramm, Heidrich, Arsene, Cosic (8/3), Lindner (1), Hätterich. Glauchau/Meerane: L. Kylisek, Buchhold; Poppitz (6/1), Schmidt (2), Ch. Staude (5), Ludwig, Piller (4), Götze, Planken (1), Zauber (6), S. Staude (4), Pfeil, D. Kylisek (5), Pechmann (3/1).

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