Hohenstein-Ernstthal kann nicht lange jubeln

Fußball-Oberliga: Der VfL verliert das Kellerduell gegen Bernburg 1:2 und ist jetzt Vorletzter der Tabelle

Hohenstein-Ernstthal.

Diese Niederlage musste Steve Dieske erstmal sacken lassen. Als alle Spieler und Verantwortlichen am Samstag den Platz längst verlassen hatten, hockte der VfL-Trainer noch immer mutterseelenallein und gedankenversunken auf der Bank. Keine Frage: Das 1:2 der Hohenstein-Ernstthaler gegen den TSV Askania Bernburg, der zuvor sechs Spiele in Folge verloren hatte, tat richtig weh. Zum einen zogen die Gäste aus Sachsen-Anhalt in der Tabelle der Fußball-Oberliga am VfL vorbei, der jetzt Vorletzter ist. Vor allem aber war es die Art und Weise, mit der die Platzherren und ihre Anhänger haderten.

Denn die Elf von Steve Dieske dominierte über weite Strecken das Geschehen (14:3 Eckbälle) und erwischte gegen die mit nur zwei Ersatzspielern angereisten Bernburger sowohl in der ersten als auch in der zweiten Halbzeit den besseren Start. Doch jeweils der erste Schuss aufs Hohenstein-Ernstthaler Tor saß: Zunächst traf Maximilian Gerwien aus 18 Metern ins Dreiangel (7.) zur Führung, später bestrafte Marc Plewa einen Fehler der Gastgeber eiskalt mit dem 2:1 (55.).

So währte die Freude über den zwischenzeitlichen Ausgleich von Kamil Popowicz nicht lange. Er hatte kurz vor der Pause nach schöner Vorarbeit des fleißigen Philipp Sovago mit einem trockenen Schuss von der Strafraumgrenze sein drittes Tor innerhalb einer Woche erzielt. Aber es brachte eben wie sein Doppelpack in Nordhausen nichts ein. "Ich bin enttäuscht, weil wir endlich mal wieder drei Punkte holen wollten und alles gegeben haben", sagte der 22-jährige Angreifer. In der Tat hatten die Zuschauer insbesondere zu Beginn der zweiten Hälfte das Gefühl, dass der VfL das Spiel doch noch in die richtigen Bahnen lenken kann. "Die Grundidee, offensiv Akzente zu setzen, ohne dafür die Anfälligkeit in der Defensive zu erhöhen, ist aus meiner Sicht ordentlich umgesetzt worden", erklärte Trainer Steve Dieske. Er will jetzt mit der Mannschaft gemeinsam Wege finden, um die Situation und das schwere Restprogramm der Hinrunde zu meistern. (tyg)

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