Meerane beißt in den sauren Apfel

Hockey, 2. Liga: Abstieg von Motor besiegelt

Meerane.

"Sie haben den Deckel drauf gemacht, das kann man so sagen", fasst Steffen Jahn das Wochenende des SV Motor Meerane in der 2. Hockey-Bundesliga zusammen. Während die Konkurrenz im Tabellenkeller punktete, verloren die Meeraner am Wochenende sowohl bei Rotation Prenzlauer Berg als auch zu Hause gegen den Berliner SC mit 4:6. "Wir müssen jetzt in den sauren Apfel beißen", sagt Jahn. Denn mit den Niederlagen ist der Abstieg des SV Motor in die Regionalliga besiegelt.

"Das ist wahnsinnig schade - für den gesamten Verein, die Spieler und alle fleißigen Helfer", so der Übungsleiter. Seit der Saison 2015/2016 war Meerane in der 2. Hallenhockey-Bundesliga aktiv. "Fakt ist: Hockeytechnisch und spielerisch konnten wir auch diese Saison mithalten", sagt Jahn. An der einen oder anderen Stelle habe allerdings etwas Glück und Cleverness gefehlt. "Außerdem konnten wir nicht immer mit voller Kapelle spielen. Und wir haben dann keinen 40-Mann-Kader, um das aufzufangen."

Mit etwas mehr Erfahrung hätten die Meeraner am Samstag bei Rotation Prenzlauer Berg vielleicht etwas Zählbares mitnehmen können. Nach Treffern von Sebastian Scholz (10. Minute), Justus Dietzel (E./17.) und Jens Geier (20.) ging Motor mit einer 3:2-Führung in die Halbzeitpause. Neun Minuten nach Wiederanpfiff erhöhte Kapitän Dirk Lange auf 4:2. "Wir haben das Spiel dann leider nicht über die Runden gebracht. Aber Rotation Prenzlauer Berg war danach nicht umsonst für einen Tag Spitzenreiter", sagt Jahn. Nachdem die Abstiegskandidaten Spandau und Berliner SC am Samstag punkteten, rückte der Klassenerhalt für Motor in weite Ferne. Die 4:6-Heimniederlage gegen den SC besiegelte dann den Abstieg. Für die Gastgeber trafen dabei Christian Hufnagl, Wilhelm Keller, Eric Brauner und Bastian Lange.

"Ich bin trotzdem unheimlich stolz auf die Jungs. Sie haben alles menschenmögliche gemacht und auch im Training immer mitgezogen", sagt Jahn. Gerade für die jungen Spieler sei es schwer gewesen, sich an die körperliche Härte und Geschwindigkeit im Männerbereich zu gewöhnen. Er selbst sei nach der Übernahme des Traineramts von Thomas Hertzsch ebenso in große Fußstapfen getreten. "Das braucht vielleicht noch etwas Zeit, bis alles zusammenwächst", sagt Jahn, der in seiner Debütsaison vor einem Jahr den Klassenerhalt feierte. Im Heimspiel am 26. Januar gegen Leuna hofft Meerane, sich mit drei Punkten aus der Liga zu verabschieden. Danach gibt es vier Wochen trainingsfrei, ehe die Vorbereitung auf die Regionalliga-Rückrunde auf dem Feld beginnt. (ewer)

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