Niners: Zweite Saisonniederlage im Weihnachtsspiel

Chemnitz. Keine vorzeitige Bescherung für die Chemnitzer Basketballfans: Die Niners haben am Samstagabend vor 5315 Zuschauern in der ausverkauften Messe mit 66:88 (37:35) gegen die Rostock Seawolves verloren. Bester Werfer beim "X-Mas-Game", bei dem der Chemnitzer Basketballer von der heimischen Hartmannhalle in die Messe umzieht, war der Rostocker Tony Hicks mit 16 Punkten. Trotz der zweiten Niederlage behält Chemnitz über den Jahreswechsel den ersten Platz in der 2. Basketball-Bundesliga. Zu Beginn legte die Mannschaft von Trainer Rodrigo Pastore in der vierten Auflage des Weihnachtsspiels der Niners ein hohes Tempo vor. Zur Mitte des ersten Viertels führten die Gastgeber mit neun Zählern. Vor allem in der Verteidigung taten sich die Rostocker anfangs enorm schwer - 25 Zähler brachten die Chemnitzer Korbjäger unter dem Jubel des eigenen Anhangs im ersten Viertel auf die Anzeigetafel. Die Seawolves erzielten 13 Punkte.

Danach schlich sich der Fehlerteufel bei den Niners ein. Die Anzahl der Ballverluste und verpassten Würfe aus guter Position häuften sich. Der Tabellenführer der ProA blieb vier Minuten ohne Punkte. Zwar beendete das Chemnitzer Eigengewächs Jonas Richter - mit 15 Zählern bester Niners-Werfer der Partie - die Durstrecke, der in der starken Anfangsphase herausgespielte Vorsprung war jedoch nahezu passé. Beim Stand von 37:35 ging es in die Halbzeit. Bemerkenswert: Malte Ziegenhagen, Kapitän und Topscorer der Chemnitzer, blieb im ersten Durchgang ohne Zähler, im zweiten kamen nur zwei hinzu. Zudem fiel nur einer von elf Dreipunktwürfen in den ersten 20 Minuten durch den Ring. Danach wurde es nicht besser: Von insgesamt 17 Versuchen waren nur einer erfolgreich.

Nach der Rückkehr auf das Parkett entwickelte sich ein hektisches Spiel, bei dem die Rostocker nach 24 Minuten erstmals seit Spielbeginn wieder ausglich (44:44) und kurze Zeit später auch die Führung übernahmen. Während sich die Gäste von der Ostsee auch nicht von der immer lauter werdenden Kulisse beeindrucken ließen, hatten die Niners große Probleme, wieder den Rhythmus zu finden. Selbst Korbleger misslangen. Die Seawolves nutzten das eiskalt aus, spielten sich in einen Rausch und warfen sich bis zum Schlussabschnitt ein Polster von 18 Zählern heraus (46:64).

Doch der Zweitliga-Spitzenreiter gab nicht auf, begann das letzte Viertel mit einem 9:2-Lauf. Die Aufholjagd der Niners stoppte abrupt. Rostock fand nach einer aus Auszeit wieder in die Spur und brachte den Auswärtserfolg in vor der kurzen Weihnachtspause mit 22 Zählern Vorsprung ins Ziel.

Basketball Pro-A-Liga

Niners Chemnitz - Rostock Seawolves 68:88 (25:13; 12:22; 9:29; 22:24)
Niners: Wank (4), Ziegenhagen (2), Matthews (11), Richter (15), Fortune, Scott (14), Voigtmann, Elliott (2), Lodders (10), Gilder-Tilbury (10).
Seawolves: Talbert, Hicks(16), Bogdanov (14), Clay (5), Harris (14), Buchholz, Cardenas Ruda (9), Anzuluni (12), Jost (6), Skobalj, Alte (12).
Zuschauer: 5315. (sesi/jz)

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