"Hungerstein" taucht nur in dürrer Zeit auf

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In der Talsperre Werda ist diesen Sommer wieder der markante Felsen sichtbar. Wann das zuletzt der Fall war.

Werda.

Wenn an der Geigenbachtalsperre in Werda der sogenannte Hungerstein zu sehen ist, dann ist's ein wirklich trockener Sommer: 2022 ist wieder solch ein Extremjahr. Zuletzt war das vor vier Jahren der Fall. Im ebenfalls heißen und trockenen Sommer 2018 war der Wasserspiegel in der Trinkwassertalsperre so weit gesunken, dass der markante Felsen im Bereich der Hauptsperre sichtbar war.

Der im Volksmund "Hungerstein" genannte Felsblock ist dann bei Wanderern und Radfahrern ein beliebtes Fotomotiv, die die Talsperre Werda auf dem rund sieben Kilometer langen Rundweg oder auf dem Felsenweg 3b erkunden. Geologisch gehört der Hungerstein zur selben Formation wie der am Nordufer der Talsperre gelegene Poppen-stein und besteht aus rund 500 Millionen Jahre altem Frucht- oder Knotenschiefer.

Auch die zwischen 1904 und 1909 erbaute Talsperre ist ein lohnendes Ausflugsziel. Sie staut das Wasser des Geigenbaches. Der Gesamtstauraum bei maximal 38 Metern Stauhöhe beträgt rund 5 Millionen Kubikmeter Wasser, wovon normalerweise 1,25 Millionen Kubikmeter als Hochwasser-Rückhalteraum reserviert sind. Das Rohwasser wird im Wasserwerk unterhalb der Staumauer zu Trinkwasser für Abnehmer im Vogtland aufbereitet.

Deshalb ist Baden in der Talsperre Werda so wie in allen anderen Trinkwassertalsperren untersagt. An Trinkwassertalsperren sind verschiedene Schutzzonen ausgewiesen. Sie regeln, welche Aktivitäten wo erlaubt sind. Schutzzone I darf außerhalb von offiziellen Wegen nicht betreten werden. Sie umfasst die Wasserflächen und die Ufer der Trinkwassertalsperren. Wie breit der Uferstreifen ausfällt, hängt von den örtlichen Gegebenheiten und vom Füllstand der Talsperre ab.

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