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Legendäre Zwotaer Waldbühne soll wieder Spielstätte werden

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Die einstige Bühne auf dem Herrenberg lebt in vielen Erinnerungen weiter. Nun soll wieder Leben einziehen. Der Anfang ist gemacht.

Zwota. Es sei kaum zu glauben, dass im Orchestergraben der Waldbühne einmal 25 Musiker Platz gefunden hätten, meinte am Samstagnachmittag Richard Wunderlich. Aber nach einem fast fünfstündigen Arbeitseinsatz von mehr als einem Dutzend engagierten Helfern aus Zwota, Klingenthal und Tannenbergsthal konnte der Dirigent vom Akkordeonorchester Klingenthal konstatieren, das der nunmehr aufgeräumte Orchestergraben tatsächlich Platz für so viele Musiker bietet.

Der 1930 eröffneten Spielstätte wieder Leben einzuhauchen, hat sich eine Truppe vorgenommen, die als AG Waldbühne ihre Zukunft beim Heimatverein Zwota sieht. Es ist ein ehrgeiziges Projekt. Denn die große Zeit der Waldbühne liegt mehr als sechs Jahrzehnte zurück. Von den Zeiten, als das vom Dresdner Felix Renker geschriebene Stück zur Zwotaer Ortsgründung mit 120 Akteuren über die Bühne ging, oder 850 Zuschauer das Märchenspiel "Die versunkene Glocke" von Gerhart Hauptmann sahen, sind Geschichte - und kommen wohl auch nicht wieder. Da ist man in den Reihen der AG Waldbühne realistisch. Ideen für eine Wiederbelebung hat es in der Vergangenheit mehrfach gegeben, zuletzt bei der 2001 erfolgten Gründung des Heimatvereins Zwota. Daran erinnert noch heute ein inzwischen etwas eingestaubter Ordner mit einem großen Projekt.

Der nun ins Auge gefasste Neustart soll aber in kleinen Schritten erfolgen. Yvonne Deglau und Richard Wunderlich, die sich vorstellen können, als Künstlerische Leiter der AG Waldbühne zu fungieren, haben bereits erste Ideen für Theatergruppen und Musikschulen entwickelt. Die erste Veranstaltung mit Musik und Theaterszenen ist für den 21. August geplant.

Zu tun ist freilich auf dem Waldbühnen-Areal noch viel. Die Natur hat in den vergangenen Jahrzehnten viele Plätze zurückerobert. Von den einstigen Gebäuden steht keines mehr. Das Grundstück gehört der Stadt Klingenthal. Oberbürgermeister Thomas Hennig (CDU), der bereits bei einer Feierstunde im Juni 2017 angekündigt hatte, realistische Vorhaben für die Waldbühne unterstützen zu wollen, hat sich inzwischen mit dem Forstwirtschafts- unternehmer Mario Schuster und René Goram vom Heimatverein Zwota das Areal angeschaut, um zu sehen, welche Arbeiten ohne allzugroßen Aufwand möglich sind.

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