Corona-Lage im Vogtland: Landrat Keil warnt vor Tschechien-Reisen

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Die aktuelle Entwicklung rund um die Corona-Pandemie im Vogtland fassen unsere Redakteurinnen und Redakteure hier zusammen.

Vogtlandkreis.

Aktuelle Infektionszahlen: Am Sonntagnachmittag meldete das Landratsamt 19 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Positiv getestete Fälle in Quarantäne: 1427 - 19 mehr als am Vortag. Die Sieben-Tages-Inzidenz stieg erneut an, auf 158 (Robert-Koch-Institut, 0 Uhr). Die Kreisbehörde meldete keine neuen Todesfälle, es bleibt somit bei 486 bisher im Zusammenhang mit Covid-19 Verstorbenen in der Region. Laut Robert-Koch-Institut wurden seit Beginn der Pandemie insgesamt 10.410 Coronainfektionen bekannt. 

Das Divi-Intensivregister meldete 18 Covid-19-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung, davon werden 12 beatmet. Von 63 Intensivbetten sind zurzeit 54 belegt. 

Hier können Sie Ihren 15-km-Radius bestimmen: Bundesweit gilt ab 11. Januar in Gebieten mit hohen Inzidenzen ein eingeschränkter Bewegungsradius von 15 Kilometern. Mit unserer interaktiven Karte können Sie bestimmen, wie weit dieser von Ihrem Wohnort aus reicht.


Corona: Drei Vogtland-Gemeinden seit sieben Tagen ohne Neu-Infektionen: In drei Gemeinden zeichnet sich Entspannung ab. Doch der Großteil der Vogtland-Kommunen weist weiter eine Inzidenz zwischen 100 und 199,9 auf.  

Hohe Inzidenz-Zahlen in Vogtland-Nachbarkreisen: Angesichts hoher Inzidenzzahlen in Oberfranken und im tschechischen Grenzgebiet hat Landrat Rolf Keil (CDU) am Freitag die Einwohner des Landkreises zu strikter Einhaltung der Hygienevorschriften und zur Vermeidung von Kontakten auch im Arbeitsbereich aufgefordert. "Weil es viele Arbeitskräfte gibt, die zu ihrer Arbeitsstätte pendeln, besteht eine erhöhte Gefahr vor vermehrten Einträgen in vogtländische Unternehmen", erklärte Keil. Auch Reisen nach Tschechien sollten nach Möglichkeit unbedingt vermieden werden, so Keil.
Anlass zur Sorge gibt dem Landrat offenbar die Entwicklung der Inzidenzzahl im Vogtlandkreis. Erstmals seit gut einer Woche ist dieser Wert am Freitag wieder deutlich gestiegen und liegt jetzt laut Gesundheitsamt bei 142,9 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Für Freitag wurden 35 neue Coronafälle gemeldet. Sechs weitere Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 kamen hinzu.

Corona-Einsatztrupp in Startlöchern: Im Landratsamt wurde jetzt ein Team von fünf Mitarbeitern gebildet, das von vogtländischen Unternehmen bei einem erhöhten Corona-Infektionsgeschehen zu Hilfe gezogen werden kann. Die Einsatzgruppe besteht laut Behörde aus geschultem Personal und kann zur schnellen Kontaktverfolgung vor Ort großflächige Coronaschnelltests vornehmen.

Kaffeerunde mit Plauener OB-Kandidatin in spe: Wie macht man sich Bürgern, Vereinen und Unternehmen bekannt, wenn man Stadtoberhaupt werden will? Silvia Queck- Hänel hat da eine Idee. Gerade für Corona-Zeiten mit Lockdown und Quarantänen. 

Vorbereitung für Pfingstrummel läuft: Trotz Unsicherheiten, wie sich die Coronapandemie weiter entwickelt, laufen in der Plauener Stadtverwaltung die Vorbereitungen für das diesjährige Plauener Vogelschießen auf Hochtouren. Das größte Volksfest des Vogtlandes soll ab dem Pfingstwochenende für zehn Tage gute Laune auf dem Festplatz an der Festhalle bereiten. Wie es hieß, werden in den nächsten Tagen die Verträge für 50 Schaustellerbetriebe verschickt. "Sollte es durch Corona-Schutzauflagen zu Einschränkungen im Betrieb kommen, wird die Stadt Plauen die Schausteller mit entsprechenden Mietnachlässen unterstützen", verspricht Plauens Kulturbürgermeister Steffen Zenner (CDU). Die Erfahrungen des Sommer-Rummels im vergangenen Jahr hätten bewiesen, dass auch mit Maske, Abstand und Hygienemaßnahmen ein Rummelerlebnis möglich ist. Die Schausteller hoffen jedoch auf ein einschränkungsfreies Rummelvergnügen, so Zenner. Die ersten Werbeplanen seien schon fertig.

Corona-Aktion: Plauener Gewerbetreibende machen Licht an: "Licht an", hieß es am Freitagabend in zahlreichen Plauener Geschäften, Hotels und Gaststätten. Viele Selbstständige, die aufgrund des Lockdowns derzeit gar nicht oder nur sehr eingeschränkt tätig sein können, waren damit branchenübergreifend einem Aufruf der Initiative "Ein Lichtblick für Plauen" gefolgt. 

Corona-Ambulanz ab Montag zu: Das Klinikum Obergöltzsch in Rodewisch schließt am Montag, 8. Februar, bis auf Weiteres seine Coronaambulanz. Als Grund wird die Eröffnung von Testzentren in Auerbach und Reichenbach durch den Rettungszweckverband angegeben. Das Auerbacher Zentrum befindet sich in der Friedrich-Ebert-Straße 21a, vor drei Wochen kam das Reichenbacher Zentrum an der Cunsdorfer Straße 22 hinzu. Außerdem wird in der Musikhalle Markneukirchen, in Klingenthal sowie in der Ambulanz des Helios Vogtland-Klinikums in Plauen per PCR und Antigen auf das Coronavirus getestet.

Gemeinsam statt einsam: So läuft Tagespflege trotz Ausnahmezustand: Tagespflegeeinrichtungen für Senioren sind für viele Menschen eine wichtige Stütze im Alltag. Wie läuft es im Lockdown? Ein Beispiel aus Klingenthal.

An der Grube ist es finster: Seit Monaten ist das Schaubergwerk am Schneckenstein geschlossen. Die fehlenden Besucher hinterlassen ein großes finanzielles Loch. 

Mobile Impfteams geplant: Wenn genügend Impfstoff vorhanden ist, sollen mobile Impfteams in die Region und auch nach Pausa-Mühltroff kommen, um die älteren Menschen gegen Corona zu impfen. Wie Michael Pohl (CDU), Bürgermeister von Pausa-Mühltroff, in der Stadtratssitzung mitteilte, habe er ein Gespräch diesbezüglich mit den Verantwortlichen im Impfzentrum Eich gehabt.

Reichenbach hilft bei Impftermin: Senioren über 80 Jahren erhalten ab Montag, 8. Februar, bei der Organisation eines Impftermins im Impfzentrum Eich Unterstützung durch die Stadtverwaltung. Der Service ist für Personen gedacht, die Zuhause wohnen und von keinem Pflegedienst oder Angehörigen unterstützt werden, wird aus dem Rathaus informiert. Oberbürgermeister Raphael Kürzinger (CDU) hat nach seinem Brief an die über 80-jährigen Reichenbacher zum Thema Impfen Berichte erhalten, dass mancher mit der Online-Anmeldung über das Sächsische Service-Portal überfordert sei und auch die nötige Technik fehle. Die Hotline der Stadt ist unter der Rufnummer 03765 524-2121 Montag bis Freitag von 7 bis 12 und von 13 bis 18 Uhr erreichbar. Die Mitarbeiter übernehmen auf Wunsch die Registrierung des Anrufers und auch des Partners im Impfportal. Wenn der Impftermin steht und die älteren Menschen nicht wissen, wie sie nach Eich kommen sollen, könne die Hotline auch dafür Auskunft und Unterstützung geben.

Impfung: 65 Treuener von Stadt registriert: Seit Start der Corona-Impfzentren unterstützt auch die Stadtverwaltung Treuen ältere Bürgerinnen und Bürgern bei der Terminbuchung. "Bisher konnten 65 Bürgerinnen und Bürger der 1. Priorität registriert werden. Leider konnten davon erst zwei Termine vergeben werden, alle anderen befinden sich in der Warteschleife", bilanziert die Verwaltung und verspricht: "Sobald Termine für die Registrierten zur Verfügung stehen, werden sie von uns unverzüglich kontaktiert. Kontakt Telefon 037468 63815 oder per E-Mail laura.bindl@treuen.de.

Mehr Kinder werden notbetreut: Die Zahl der in städtischen Kindereinrichtungen notbetreuten Kinder ist in Oelsnitz zuletzt deutlich gestiegen. 148 Kinder dürfen das Angebot in Anspruch nehmen, das entspricht einer Quote von 26,8 Prozent. Im Vergleich zur Zeit des Jahreswechsels hat sich die Quote damit verdoppelt. Oelsnitz liegt damit aktuell in etwa auf dem Niveau der Freistaat-Quote.

Geschäfte sollen zu Ostermarkt öffnen: Auch wenn den städtischen Einzelhändlern kein Termin für eine Wiederöffnung in Aussicht steht - einen möglichen Einkaufssonntag hat der Stadtrat schon beschlossen. Es handelt sich um den 28. März. An diesem Tag soll in Oelsnitz ein Ostermarkt stattfinden. Weitere Einkaufssonntage sollen in Abhängigkeit vom Infektionsgeschehen beschlossen werden. 

Forderung nach "Brandbrief": Mit Blick auf die unter dem Lockdown schwer leidenden Gewerbetreibenden hat Monika Müller (AfD) im Stadtrat einen "Brandbrief" an die Landesregierung gefordert. Dafür sollten parteipolitische Interessen hintenan gestellt werden, so Müller. 

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33 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 12
    4
    Pixelghost
    07.02.2021

    Der Herr Keil kennt anscheinend seine „Pappenheimer“.

  • 25
    2
    Maikproton
    07.02.2021

    Landrat Keil rät von Reisen nach Tschechien ab?Dachte man darf gar nicht rüber machen...

  • 28
    2
    andreas59
    06.02.2021

    Warnt vor CZ Reisen? Ich dachte die Grenzen sind nur für Berufspendler offen? Und wieso stehen in so manchem vogtländischen Dorf die öffentlichen Parkplätze voller Autos aus CZ, wenn da keine Industrie in der Nähe ist?