Erdrutschsieg: Plauens neue Baubürgermeisterin heißt Kerstin Wolf

Die Fachbereichsleiterin Bau und Umwelt setzte sich am Dienstag gegen drei Mitbewerber durch. Damit tritt sie die Nachfolge ihres bisherigen Chefs Levente Sárközy an.

Plauen.

Die Neuwahl des Bürgermeisters für das Bau- und Ordnungswesen der Stadt Plauen ist entschieden. Der Stadtrat wählte am Dienstag in der Festhalle aus einem Bewerber-Quartett mit großer Mehrheit Kerstin Wolf, Fachbereichsleiterin Bau und Umwelt. Die 58-Jährige konnte mit 32 Stimmen die absolute Mehrheit der Stadträte hinter sich bringen und tritt damit die Nachfolge ihres bisherigen Chefs Levente Sárközy an. Der bis Ende August noch amtierende Baubürgermeister kam auf acht Stimmen. Die ebenfalls in die Endrunde gekommenen Bewerberinnen Diana Weber (drei Stimmen) und Gudrun Seifert (keine Stimmen) konnten nicht in die Entscheidung eingreifen.

Die Kandidatinnen und Kandidaten konnten ihre Vorstellungen zunächst darlegen. Dabei überzeugte Kerstin Wolf mit einem kämpferischen und faktenreichen Vortrag. Sie hatte sich bis zuletzt nicht öffentlich zu ihrer Kandidatur äußern wollen. Die gebürtige Plauenerin ist Bauingenieurin, seit 1993 in der Stadtverwaltung tätig und wurde bereits vor sieben Jahren als mögliche Baubürgermeisterin gehandelt, kandidierte seinerzeit aber nicht.

2013 hatte Levente Sárközy das Rennen gemacht. Bei seiner Wahl konnte er sich gegen 16 Mitbewerber durchsetzen. Der 53-jährige gebürtige Ungar wäre gern für eine zweite Wahlperiode Baubürgermeister geblieben. Er gilt als angesehener Fachmann, jedoch wollte Kritik wegen Kommunikationsdefiziten und mangelndem Willen bei der Umsetzung von Stadtratsbeschlüssen nicht mehr verstummen. Sárközy zeigte sich jedoch als Gentleman und gehörte zu den ersten Gratulanten seiner Nachfolgerin. Der Stadtrat zollte dafür beiden Applaus. (ur)

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