Nach ausländerfeindlichen Rufen: Gericht lässt Neonazi einen Aufsatz schreiben

Plauen.

Das Amtsgericht Plauen hat am Freitag zwei Männer verurteilt, die bei einem Wohnhausbrand in Plauen zugeschaut hatten. In dem Haus lebten vor allem Roma-Familien. Sie hatten die Rettungskräfte behindert und "lasst sie brennen" gerufen. Bei den Männern handelt es sich um einen Vater (47) und seinen Sohn (20). Sie stammen aus Plauen. Beide waren bereits in der Vergangenheit verurteilt worden, weil sie den Hitlergruß gezeigt hatten.

Jetzt bekam der 20-Jährige vom Gericht die Auflage, einen 800 Wörter langen Aufsatz zu schreiben. Thema: "Ausländerfeindlichkeit bei nichtkriminellen Migranten". Der Vater muss 500 Euro an die UNO-Flüchtlingshilfe spenden. Der Sohn bekam auf eine 18 Monate lange Haftstrafe weitere vier Monate aufgeschlagen. Die muss er aber nur dann antreten, wenn die auferlegten Erziehungsmaßnahmen nicht fruchten. Sein Vater, 47, bekam sechs Monate Haft, ausgesetzt zu drei Jahren Bewährung. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (manu)

Bewertung des Artikels: Ø 2.8 Sterne bei 6 Bewertungen
2Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 8
    3
    MPvK87
    22.12.2018

    In der heutigen Print Ausgabe ist dieser Artikel stark verändert erschienen.
    Dort ist zu entnehmen, dass es sich um den Richter Willi Gerhards handelt.
    Erwähnenswert ist, Anfang 2018 ist dieser Richter bereits durch Fremdenfeindlichkeit aufgefallen. BILD vom 15.02.2018 zitiert ihn in einem anderen Verfahren wie folgt:
    „„Sie sind ein ungebetener Gast in unserem Land. Packen sie Ihre Sachen und gehen Sie nach Tunesien zurück“, sagte Richter Wilhelm Gerhards Mittwoch im Prozess zum tunesischen Angeklagten Malek G. (22) im Amtsgericht Plauen.“
    Gestern wollte ich die Vermutung noch nicht laut aussprechen ob es sich um diesen Richter handelt um nicht zu spekulieren. Nun ergibt dieses Urteil „Sinn“.

  • 9
    3
    MPvK87
    21.12.2018

    Eine größere Verachtung der Opfer durch das Gericht ist nahezu unmöglich.



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