Straßenbahn: Weichen in ungewisse Zukunft gestellt

Der Plauener Stadtrat hat dem mit der Gewerkschaft Verdi ausgehandelten Kompromiss zur Rückkehr des Plauener Straßenbahnbetriebes (PSB) in den Tarifvertrag Nahverkehr Sachsen zugestimmt. Der Zeitraum wird über die nächsten fünf Jahre gestreckt. Um die Lohnerhöhungen zu finanzieren, kündigte PSB-Chefin Barbara Zeuner bis Ende 2021 Erhöhungen der Fahrscheintarife, Personalabbau durch Beendigung befristeter Arbeitsverhältnisse sowie das schrittweise Aufweiten der Taktzeiten auf 15 Minuten ab Dezember 2016 an. Dennoch bleibe Ende 2021 ein voraussichtliches Defizit von rund 631.000 Euro. Der Bestand der Straßenbahn sei dann gefährdet, wenn bis dahin keine Lösung gefunden wird.

Entsprechend knapp fiel die Entscheidung im Stadtrat aus. Für den Abschluss des neuen Tarifvertrages stimmten 18 Stadträte vor allem der SPD und der Linken, von der CDU-Fraktion nur PSB-Aufsichtsratschef Hansjoachim Weiß. 14 Abgeordnete vorwiegend der CDU stimmten dagegen, drei enthielten sich der Stimme. Im Ratssaal anwesende PSB-Beschäftigte quittierten den Beschluss mit Beifall. (us)

 

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2Kommentare
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    Zeitungss
    03.02.2016

    Frau Zeuner, alle Achtung. Um die Strassenbahn in Plauen für die Zukunft zu sanieren, sollten Sie an Ihre Bezüge und der gesammten Führungsriege denken!!! Bei deren Angleicheung an die Gehälter der eigentlichen Leistungserbringer wäre der Betrieb für die nächsten Jahre gesichert. Die z.Z angedachte Ermäßigung für gut bezahlte öffentlich Bedienstete wäre in diesem Zusammenhang auch eine Überlegung wert, selbige natürlich ist natürlich nicht wirklich gewollt.
    Armes Plauen (nicht nur)

  • 1
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    fingerindiewunde
    03.02.2016

    Ja, aufweiten der Taktzeit auf 15 min bringt garantiert mehr Fahrgäste (...die laufen oder ihr Auto nehmen). Ganz helle Köpfe bei der PSB.



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