Wo es beim Brandschutz in Kauschwitz klemmt

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Der aktuelle Entwurf des städtischen Brandschutzbedarfsplans ist jetzt auch im Ortsteil Kauschwitz vorgestellt worden.

Kauschwitz.

In Sachen Löschwasser besteht in Kauschwitz noch Nachholbedarf. Das ist beim Gespräch über den Brandschutzbedarfsplan in der jüngsten Ortschaftsratssitzung deutlich geworden. Die Ampel stehe da "auf Gelb", so hat es Ortsvorsteher Ingo Eckardt (CDU) nach der Versammlung umschrieben. Das zeige ein Blick auf die vorhandenen Möglichkeiten. Denn der inmitten des Ortes, direkt neben dem Rittergut gelegene Kirchteich an der Kapelle tauge nicht zur Entnahme von Löschwasser: "Der muss entschlammt werden", weiß Eckardt.

Auch, ob man mit dem Wasser von Hydranten bis ins letzte Gehöft komme, sei fraglich. Als weitere Möglichkeit der Wasserentnahme stehe der Syra-Bach zur Verfügung. Der wurde von den Floriansjüngern zu diesem Zweck schon angestaut. "Wenn der Bach mal wenig Wasser führt, wird es aber schwierig", schätzte Ingo Eckardt die Situation ein. Im Brandschutzbedarfsplan steht in der Auflistung von Löschwasserentnahmestellen für den Ortsteil noch ein Teich Am Essigsteig 8. Das ist nahe der Schöpsdrehe. Als Menge werden 3500 Kubikmeter angegeben. Wann das Gewässer zuletzt entschlammt wurde, steht dort nicht geschrieben.

In dem von der Schöpsdrehe bis nach Zwoschwitz weit ausgedehnten Ortsteil könnte auch das Warnen mit Sirenen im Falle von Katastrophen wie Starkregenereignissen schwierig werden. "Wir haben in Kauschwitz nur eine Sirene", weiß der Ortschaftsratsvorsitzende. Feuerwehr-Chef Jörg Pöcker habe in der Sitzung jedoch angekündigt, solche Gebiete ohne Sirene wie Zwoschwitz und die Schöpsdrehe mit mobilen Trupps anzusteuern und zu warnen.

Nötige Investitionen finden sich in dem vorgestellten Papier erst bei längerfristigen Maßnahmen. Für die Ersatzbeschaffung eines Löschgruppenfahrzeuges im Wert von 310.000 Euro ist das Jahr 2026 angegeben. Die Sanierung des Feuerwehrgerätehauses an der Zwoschwitzer Straße wird für nötig erachtet. Sie ist mit 300.000 Euro angegeben. Als Zeitpunkt ist das Jahr 2027 angegeben. Die Kauschwitzer Feuerwehr gibt es seit 113 Jahren. "Knapp drei Dutzend Mitglieder zählen die Kauschwitzer Floriansjünger; darunter sind 26 aktive Kameraden, die ausrücken, wenn es in Kauschwitz oder auch in den umliegenden Dörfern tatsächlich brennt", heißt es auf der Internetseite des Ortsteils. Auch eine Jugendfeuerwehr mit sieben Mitgliedern ist vorhanden. Wehrleiter ist Andreas Stephan.

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