Laborantin beschäftigt sich auch in ihrer Freizeit mit dem Coronavirus

Die Krise und ich: Menschen aus Westsachsen berichten, wie sie der Corona-Krise begegnen. Diesmal: Laborantin Hevi Salah Hama aus Glauchau

Glauchau.

Hevi Salah Hama hat keine Angst, weil sie weiß, dass man sich schützen kann. Aber die junge Glauchauerin ist zutiefst besorgt. Als Laborantin weiß sie, wie gefährlich der Coronavirus ist. "Seit Februar bin ich ausschließlich nur noch im Labor oder zu Hause", sagt sie. Jegliche Termine, Treffen mit Freunden und Bekannten hatte sie schon damals abgesagt.

Im Labor gebe es jetzt jede Menge zu tun. "Weit mehr als früher", sagt die 27-Jährige. Viele Tests würden anstehen, bei weitem nicht nur Corona-Verdachtsfälle. Deshalb werde, um selbst sicher zu gehen, alles unter Schutzvorkehrungen getestet. Mundschutz, Handschuhe und Schutzkleidung gehören zum Arbeitsalltag.

Und auch wenn Hevi Salah Hama zu Hause ist, lässt sie das Problem einfach nicht los. Seit Januar, als sich das Virus in China rasant verbreitete, beschäftigt sie sich auch in den eigenen vier Wänden mit dem Coronavirus. "Ich habe zu Jahresanfang bereits begonnen alle möglichen Informationen darüber zu bekommen", sagt sie. Die Beschäftigung mit dem Coronavirus, ist das, was sie derzeit zu Hause am häufigsten tut. "Denn ich bin Laborantin und das ist meine Aufgabe. Ich liebe diesen Beruf", sagt sie. An die derzeit geltenden Verordnungen sollten sich ihrer Ansicht nach die Leute strikt halten. Nur so könne man durch die schwierigen Zeiten kommen. "Das Virus ist von Mensch zu Mensch übertragbar, es kann jeden treffen", sagt die Laborantin. Und wenn auch sie mal abschalten will, sucht sie sich zu Hause andere Beschäftigungen. Da ja Treffen mit Freuden nicht geht, schaut sie sich Filme an, kocht und räumt auf.

Ende des Jahres 2000 kam Hevi Salah Hama als kleines Mädchen mit ihren Eltern nach Glauchau. Ihr Vater arbeitete zuvor in England, als die Familie nachziehen wollte, schaffte sie es bis nach Westsachsen. Glauchau ist seitdem der Lebensmittelpunkt. Das Mädchen besuchte die Rosarium-Grundschule, danach die Lehngrund-Oberschule und lernte in Zwickau den Beruf als Laborantin. (sto)


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