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Großbrand auf Gersdorfer Firmengelände

Die riesige schwarze Rauchwolke war auch noch im Erzgebirge zu sehen: Eine Lager- und Produktionshalle an der Plutostraße brannte teilweise aus.

Gersdorf. Ein Großbrand hat am Sonntag die freiwilligen Feuerwehren der Region auf Trab gehalten. Das Feuer war am Nachmittag in einer Lager- und Produktionshalle eines Betonfertigteil-Produzenten an der Plutostraße in Gersdorf ausgebrochen. Die Leitstelle der Feuerwehr erhielt um 17.13 Uhr die erste Meldung über den Brand. Die schwarze Rauchwolke war in den späten Nachmittagsstunden Dutzende Kilometer weit zu sehen. Die Polizei bat Anwohner routinemäßig darum, Fenster und Türen geschlossen zu halten, weil niemand der Retter mit letzter Sicherheit sagen konnte, welche brennbaren Stoffe in der Halle lagerten und abbrannten.

Gemeindewehrleiter und Einsatzleiter André Legies sagte, dass es aller Wahrscheinlichkeit nach Kunststoff- oder Styroporteile waren, die den schwarzen Rauch verursachten. "Der Rauch war so stark, dass wir nicht in die Halle konnten. Also haben wir mit Schaum und Wasser von außen gelöscht", sagte Legies. "Schwierig war noch, dass es sich um eine alte DDR-Betonhalle handelte. Das Dach war auch aus Beton, sodass wir auf einer Seite Fenster einschlagen mussten, um den Rauch aus der Halle zu bekommen." Zudem habe er die Halle als einsturzgefährdet eingestuft und daher "niemanden dort reingeschickt." Ziemlich genau eine Stunde nach der Alarmierung hieß es "Feuer gelöscht".

Laut Gemeindewehrleiter Legies waren insgesamt 76 Einsatzkräfte der Wehren aus Gersdorf, Oberlungwitz, Hohenstein-Ernstthal und Bernsdorf sowie der Atemschutz-Gerätewagen aus Limbach-Oberfrohna im Einsatz. Der Großbrand hatte nicht nur die Rettungskräfte aus der näheren Umgebung beschäftigt. Schaulustige nutzten anfangs ein offenes benachbartes Firmengelände, um bis auf wenige Dutzend Meter an den Brandort zu gelangen. Davon zeugten Fotos und Videos in den Sozialen Netzwerken.

Polizeisprecher Andreas Herzig sagte, dass die Besatzung eines Polizeihubschraubers auf Schaulustige aufmerksam wurde, die sich dem Gelände über die nahe Halde nähern wollten. "Diese wurden per Lautsprecher aufgefordert, das Gelände wieder zu verlassen. Das haben diese meines Wissens auch getan, als der Hubschrauber wegen ihnen etwas tiefer flog." Der Hubschrauber sei eigentlich zur Verkehrsüberwachung an der A 72 im Einsatz gewesen, so Herzig.

Zur Brandursache ermittelt die Zwickauer Kriminalpolizei. "Die Kollegen sind zur Brandursachenermittlung vor Ort", sagte Polizeisprecher Herzig. Gegen 21 Uhr sagte Feuerwehr-Einsatzleiter Legies, dass noch etwa zwei Stunden Brandwache gehalten werden müsse und die Polizei mit Lichttechnik bei ihrem Einsatz unterstützt werde. Über den entstandenen Sachschaden konnten am Sonntagabend keine gesicherten Angaben gemacht werden.

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