Hubschraubereinsatz nach Unfall am Alten Sachsenring

Als die Wehr Hohenstein-Erntthal am Donnerstag zu einem Unfall ausrückt, geht ein zweiter Notruf ein. Die Kameraden teilen sich auf, um Verletzte schnell zu bergen.

Hohenstein-Ernstthal.

Beinahe zeitgleich hatte es am Donnerstagmorgen schwer gekracht in Hohenstein-Ernstthal und Umgebung. Der erste Unfall ereignete sich an der Anschlussstelle Wüstenbrand der A4 in Richtung Dresden. Eine 40-jährige Fahrerin war mit ihrem VW beim Abbiegen auf die Auffahrt mit einem entgegenkommenden Nissan zusammengestoßen.

Die VW-Fahrerin wurde schwer, ein siebenjähriges Kind im selben Wagen leicht verletzt. Im Nissan hatte eine ebenfalls 40-jährige Frau mit ihrem Baby gesessen. Laut Polizei wurden alle vier Personen in ein Krankenhaus eingeliefert. Der Sachschaden betrug etwa 18.000 Euro. Beide Autos mussten abgeschleppt werden. Die Straße war bis 11.30 Uhr gesperrt. Der stellvertretende Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Hohenstein-Ernstthal, Sven Weinhold, weiß, dass die Stelle als Unfallschwerpunkt bekannt ist: "Es gab Diskussionen, ob nicht mal eine Ampel gebaut werden soll." Die Kameraden waren gegen 8.50 Uhr mit fünf Einsatzwagen zum Unfallort unterwegs.

Etwa um die gleiche Zeit ging in der Rettungsleitstelle ein zweiter Notruf ein. Auf dem Alten Sachsenring war ein Skoda von der Straße abgekommen und in den Graben gefahren. Die Feuerwehr musste ihre Kräfte schnell aufteilen. Unter den Einsatzwagen befanden sich zwei, die mit Schere und Spreizer ausgestattet sind. "Damit können sie jedes Auto in seine Einzelteile zerlegen", erklärt Weinhold. Diese Geräte müssen laut Ausrückordnung mitgeführt werden, wenn die Feuerwehr zu einem Unfall fährt - Verletzte können so schneller geborgen werden.

Schere und Spreizer befanden sich auch an Bord des Voraus-Rüstfahrzeuges. Das ist in etwa so breit wie ein Pkw und kann somit leicht durch die Innenstadt navigiert werden. Eben dieser Umstand kam der Feuerwehr am Donnerstag zugute. Drei der fünf Einsatzfahrzeuge, darunter das Voraus-Rüstfahrzeug, änderten nach Eingang des zweiten Notrufs kurzerhand ihren Kurs in Richtung Alter Sachsenring - quer durch die Hohensteiner Innenstadt.
Im verunglückten Skoda wurden ein 73-Jähriger und eine 67-Jährige schwer verletzt. Der Wagen ist in der langen Linkskurve nach rechts abgekommen. Schere und Spreizer kamen zum Einsatz. Um die Verletzen sicher zu bergen, mussten Teile des Fahrzeugs herausgeschnitten werden. Zum Abtransport der Unfallopfer kam ein Helikopter zum Einsatz.

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