St. Egidien: Hoher Schaden bei Brand in Gewerbegebiet

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Feuerwehren waren viereinhalb Stunden lang im Einsatz. Gefrierendes Löschwasser sorgte in St. Egidien für Probleme - bei Technik und Personal.

St. Egidien/Lichtenstein.

Ein Brand in einer Werkhalle an der Platanenstraße in St. Egidien hat in der Nacht zum Samstag für einen Großeinsatz der Freiwilligen Feuerwehren gesorgt. Rund 60 Einsatzkräfte kämpften mehr als viereinhalb Stunden gegen die Flammen - und die klirrende Kälte. "Die Witterungsbedingungen waren für uns eine zusätzliche Herausforderung", sagte der Lichtensteiner Gemeindewehrleiter René Klein.

Er und seine Kollegen wurden am Freitag um 20.23 Uhr alarmiert. Die Feuerwehrleute spürten schnell, dass sie sich auf eine lange Nacht einstellen müssen. Als sie am Gerätehaus eintrafen, waren die Rauchsäule zu sehen und der Brandgeruch zu riechen. Zwischen Gerätehaus und Einsatzstelle liegen  500 Meter. "Wir haben uns deshalb schnell entschieden, auch die Ortsfeuerwehr aus Heinrichsort zu alarmieren, damit wir ausreichend Atemschutzgeräteträger zur Verfügung haben", sagte René Klein. Er berichtete, dass sich die Feuerwehrleute aus Lichtenstein, St. Egidien und Heinrichsort gewaltsam Zutritt zur verschlossenen Werkhalle verschaffen mussten. Dort hätten Holzpaletten, auf denen sich Material befand, in Flammen gestanden, die beim Eintreffen der Helfer bereits auf das Dach übergegriffen hatten. Die Verantwortlichen entschieden sich für einen Innenangriff mit drei Trupps und verhinderten von der Drehleiter aus, dass sich die Flammen im Dachbereich ausbreiten. Später wurden Glutnester abgelöscht.

Die klirrende Kälte sorgte für zusätzliche Probleme. Der Einsatz der Drehleiter musste zwischenzeitlich unterbrochen werden, da ein Sensor durch das Löschwasser gefroren war. "Wenn sie länger ausgefallen wäre, hätten wir die Drehleiter aus Hohenstein-Ernstthal anfordern müssen", sagte Klein. Löschwasser, welches aus den Hydranten lief, verwandelte einen Teil der Platanenstraße in eine Eispiste. Auf dem glatten Untergrund rutschte ein Feuerwehrmann aus - er erlitte eine Prellung und musste vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht werden. Der Einsatz für die Feuerwehrleute war am Samstag gegen 1 Uhr beendet.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Zur Höhe des Sachschadens gab es am Sonntag noch keine Information.

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