Brennendes Auto löst großen Feldbrand in Langenhessen aus

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Vier Stunden kämpften fast 90 Einsatzkräfte gegen die Flammen im Werdauer Ortsteil. OB Kristensen ruft wegen Trockenheit zur Vorsicht auf.

Langenhessen.

Nach dem Feldbrand am Montagabend im Werdauer Stadtteil Langenhessen steht fest: Ein in Brand geratenes Auto hat das Feuer nahe der Westtrasse verursacht. Es wird vermutet, dass der Fahrer seinen Pkw mit heißem Auspuff dort abstellte. Ein Feuerwehrmann musste mit Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht werden, sagte Gemeindewehrleiter Henning Tröger.

Durch die Flammen sei eine etwa 37 Hektar große Feldfläche in Brand geraten, davon waren 35 Hektar bereits abgeerntet, sagte Polizeisprecher Stephan Häuser. Durch die verbrannte Futtermittelfläche sei ein Schaden von rund 3500 Euro entstanden. Warum der Besitzer des Autos - ein 47-jähriger Mann - seinen Opel auf dem Feld abstellte, dazu machte die Polizei keine näheren Angaben. Gegen den Fahrer werde aber wegen fahrlässiger Brandstiftung ermittelt.

Die Ortswehren Langenhessen, Werdau sowie das Tanklöschfahrzeug der Ortswehr Leubnitz waren am Montag kurz vor 17.30 Uhr alarmiert worden und rückten rasch zu dem brennenden Feld an der Seelingstädter Straße aus. "Schon während der Anfahrt war die Rauchsäule zu erkennen", berichtete Einsatzleiter Hendrik Meyer, dem nach dem Eintreffen am Brandort sofort klar gewesen sei, dass weitere Kräfte zur Unterstützung gebraucht werden. Daraufhin sind auch die Ortswehren Königswalde, Steinpleis, Neukirchen und das Tanklöschfahrzeug der Crimmitschauer Wehr alarmiert worden.

"Die Ausbreitung und das Übergreifen der Flammen auf den angrenzenden Wald konnten nur gemeinsam mit der Technik der Landwirtschaftsbetriebe verhindert werden", so Meyer weiter. Erst nach vier Stunden zogen die 84 Einsatzkräfte wieder ab. Neben den Wehren waren auch zwei Rettungswagen und die Polizei an den Einsatzort gekommen, berichtete Gemeindewehrleiter Tröger.

Der Werdauer Oberbürgermeister Sören Kristensen (Unabhängige Liste) hatte sich am Abend ebenfalls auf den Weg zum Brandort gemacht. "Das war wieder ein komplizierter Einsatz, leider erneut mit einem verletzten Kameraden. Ich kann nur hoffen, dass er wieder schnell auf die Beine kommt", sagte der Rathauschef. "Man kann nur immer wieder betonen, wie wichtig es gegenwärtig ist, bei dieser extremen Trockenheit besonders vorsichtig zu sein."

Das sieht Oliver Kaufmann, stellvertretender Gemeindewehrleiter in Neukirchen, nicht anders. Aber: "Leider sind solche Wiesen-, Feld- und Waldbrände wegen der seit Jahren anhaltenden Trockenheit nichts Besonderes mehr", so Kaufmann. Der 28-Jährige war mit 14 Kameraden ausgerückt, als die Nachalarmierung weiterer Feuerwehrleute aus der Region erfolgte. "Wir hatten den Auftrag, uns vor allem um die Wasserversorgung zu kümmern", erklärte Kaufmann weiter. Nicht ohne Grund: Denn die Neukirchener verfügen über einen Schlauchwagen, dessen Schläuche das Löschwasser über eine Distanz von 2000 Metern heranholen können. Ganz so weit musste die Löschwasserversorgung aber nicht aufgebaut werden. "Wir mussten die Schläuche auf einer Länge von 375 Metern ausrollen", sagte Kaufmann. Der Vize-Gemeindewehrchef war mit der Arbeit der Neukirchener Mitstreiter zufrieden. Es habe alles gut funktioniert. Auch Kaufmann sei froh gewesen, dass sich der Feldbrand nicht weiter in Richtung des Meiselgrundes, zum dortigen Wald ausbreiten konnte.

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