Fehlende Biologische Kläranlage: Amt verhängt Zwangsgelder

Zwickau. Fast drei Jahre nach Ablauf der Frist sind im Landkreis Zwickau noch immer nicht alle Kläranlagen auf den vollbiologischen Betrieb umgerüstet. Nachdem Grundstücksbesitzer trotz mehrfacher Aufforderung und einem Fördermittelangebot, noch immer den Bau verweigern, ergriff die Untere Wasserbehörde Zwangsmaßnahmen.

Im Jahr 2017 wurden 52 Hauseigentümern Zwangsgelder angedroht, von denen 50 schließlich auch vollstreckt wurden. 1500 Euro müssen die Betroffenen an die Kreiskasse überweisen. Mit der Maßnahme ist gleichzeitig das Einleiten von Abwasser in das Grundwasser streng verboten. "In der Regel wirkt die einmalige Zwangsgeldfestsetzung", sagte die Pressesprecherin des Landratsamtes Ilona Schilk. Es gibt allerdings auch hartnäckige Verweigerer, bei denen es dann noch teurer wurde. "Muss dieses Mittel wiederholt eingesetzt werden, beträgt die Forderung 2500 Euro", sagte Schilk.

Um wie viele es sich dabei handelt, dazu wollte sich die Behörde nicht äußern. "Die Verfahren sind zum Teil noch nicht abgeschlossen", sagte Schilk. Einen Schwerpunkt der Verweigerer gibt es offenbar nicht. Wie die Untere Wasserbehörde mitteilte, seien die Zwangsgelder mehr oder weniger gleichmäßig über den Landkreis verteilt. Die Betroffenen müssen, wenn sie bei ihrer Untätigkeit bleiben, früher oder später mit einer sogenannten Ersatzvornahme rechnen. Dann würde der Landkreis auf ihre Kosten eine vollbiologische Kleinkläranlage errichten lassen.

Bisher hat die Untere Wasserbehörde auf dieses letzte Mittel verzichtet. Der Vogtlandkreis hat bereits eine Anlage zwangsweise bauen lassen. In einem Zeitraum acht Jahren mussten im Landkreis Zwickau 11.143 veraltete Kläranlagen und 3475 abflusslose auf vollbiologischen Betrieb umgestellt werden. (nkd)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...